Bundesliga

Heidel lobt Neu-Nationalspieler Serdar: „Mit Kritik bravourös umgegangen“

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Der 1.FC Köln hat am Samstagabend den Höhenflug des FC Schalke 04 mit einem späten Ausgleichstreffer verlangsamt. Dennoch ist die Entwicklung der Königsblauen bemerkenswert. Auch einzelne Spieler ernten ihre Früchte. Suat Serdar weilt erstmals im Aufgebot der A-Nationalmannschaft. Christian Heidel hat großes Lob für den Mittelfeldmann übrig.

„Er ist durch keine einfache Schule gegangen, die sich jetzt vielleicht sogar bezahlt macht“, so der ehemalige Manager von Schalke gegenüber der Funke Mediengruppe. „Er wurde mit 20 Jahren Stammspieler auf Schalke und trotzdem erwarteten viele Wunderdinge, insbesondere, wenn man ein großes Preisschild umhängen hat.“ Heidel selbst hatte den heute 22-Jährigen im Sommer 2018 für kolportierte zehneinhalb Millionen Euro vom 1.FSV Mainz 05 verpflichtet. In seiner ersten Saison blieb Serdar unter den Erwartungen. Wie allerdings die gesamte Mannschaft der Knappen.

Abheben „passt nicht zu seinem Naturell“

„Aber er ist mit der Kritik, die auch auf ihn einprasselte, bravourös umgegangen. Und hat seinen Weg fortgesetzt“, lobt Heidel den aufgrund von Verletzungen nachnominierten Mittelfeldmann. In der laufenden Saison hat Serdar mit drei Treffern in fünf Bundesligaspielen großen Anteil am Erfolg des Teams von Neu-Trainer David Wagner. Dass ihn ein mögliches Debüt für das DFB-Team den Kopf verdrehen könnte, schließt Heidel derweil aus. „Das passt überhaupt nicht zu seinem Naturell“, so der 56-Jährige. Serdar sei „ein ganz, ganz feiner Junge“, mit dem nötigen Talent und Ehrgeiz für eine große Karriere.

Am besten Ort für die Weiterentwicklung

Für den Augenblick sieht der frühere Sportvorstand den gebürtigen Bingener am perfekten Ort, um sich weiterzuentwickeln. „Er ist in dem Verein, in dem er in sehr jungen Jahren schon sehr hoch geschätzt wurde und wird. Er hat bislang alles richtig gemacht und Schalke auch.“ Genugtuung, versichert Heidel derweil, verspüre er ob der Nominierung von Serdar und des Erfolgs der Königsblauen mit einigen Spielern, die unter seine Federführung verpflichtet wurden, nicht. Der langjährige Macher von Mainz 05 hatte den FC Schalke 04 im Frühjahr freiwillig verlassen, um einen personellen Neuanfang zu ermöglichen.

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