Bundesliga

Hayer: Warum sich Mainz nicht zu europäischen Ambitionen bekennt

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Mainz 05 ist mit Siegen beim VfB Stuttgart und gegen den 1.FC Nürnberg perfekt in die Rückrunde gestartet. Mit 27 Punkten liegt das Team aktuell auf Platz zehn. Und im Dunstkreis der europäischen Ränge. Die sind als offizielles Ziel aber verpöhnt. Ex-Profi Fabrizio Hayer erklärt.

„Sie wollen nicht Ziele ausgeben, die ihnen dann um die Ohren gehauen werden, wenn es nicht läuft“, so der 49-Jährige in einer Kolumne für die Bild-Zeitung. Es gehe den Verantwortlichen nicht zuletzt darum, die Schärfe im Team zu halten. Der Fokus soll deshalb nicht auf langfristigen Zielen liegen, sondern immer auf der nächsten Aufgabe. Dennoch ist bemerkenswert, dass die Tabellennachbarn der Nullfünfer deutlich ambitioniertere Vorstellungen kundtun als die Rheinhessen. Die TSG Hoffenheim hat nur einen Zähler mehr, Bayer Leverkusen liegt gleichauf, Werder Bremen sogar einen Punkt hinter Mainz.

Warum Europa Mainz vielleicht nicht gut tut

Doch auch dies hat für Hayer nachvollziehbare Gründe. „Die Euro-League-Teilnahme tut Mittelklasse-Vereinen oft gar nicht gut. Du brauchst einen größeren Kader, um die Mehrfach-Belastung zu stemmen. Das und die permanente Reiserei machen die Trainings-Arbeit schwierig.“ Zudem sei der zweitklassige europäische Wettbewerb wirtschaftlich nicht über alle Maßen attraktiv. Auch, weil weniger bekannte Gegner keine großen Zuschauermassen anziehen. Für Trainer Sandro Schwarz gehe es insgesamt eher um die Entwicklung der Mannschaft als um das Erreichen konkreter Platzierungen.

„Er wird nicht böse sein“

„Wenn dabei dann tatsächlich Europa raus springt, wird er nicht böse sein“, ist sich Hayer sicher. Die Mainzer haben sich in ihrer Klubgeschichte dreimal für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. 2011 und 2014 scheiterte das Team in der 3. Runde der Qualifikation zur Europa League, 2016 gelang der Sprung in die Gruppenphase. Ihre nächste Partie bestreiten die Nullfünfer am Sonntag beim abstiegsbedrohten FC Augsburg.

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