Bundesliga

Harit: „Der Klub wollte mich verkaufen!“

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Der Erfolg des FC Schalke 04 in der Hinrunde kam für viele Beobachter eher überraschend. Untrennbar verbunden ist er mit dem Namen Amine Harit. Der Offensivspieler ist unter David Wagner sozusagen wiederauferstanden. Dabei schien sich seine Zeit auf Schalke schon dem Ende zu neigen.

„Der Klub wollte mich verkaufen“, so der Marokkaner gegenüber Sport Bild. „Christian Heidel sprach von Problemen, er sagte zu mir: ‚Amine, wenn du eine Möglichkeit hast, die dir helfen kann und es gut für Schalke ist, dann ist es kein Problem für uns.'“ Eine entsprechende Alternative gab es nicht, sodass Harit sich für einen Verbleib entschied. Im Nachhinein stellt es sich als goldrichtige Entscheidung für den Nationalspieler heraus. Und auch für die Königsblauen, die den womöglich talentiertesten Spieler in den eigenen Reihen zuletzt sogar langfristig an sich binden konnten.

Wagner „zu tausend Dank verpflichtet“

„Die Verantwortlichen und ich wollen zusammen noch viel erreichen, ich möchte ihnen für ihr Vertrauen etwas zurückgeben und mich durch Leistung dafür bedanken“, sagt Harit. Gerade Trainer David Wagner sei er „wirklich zu tausend Dank verpflichtet“. Der Übungsleiter übernahm vor der Saison, suchte gleich engen Kontakt zum 22-Jährigen. Die Betreuung wirkt: Harit stand in allen 19 Pflichtspielen in der Startelf, war an zwölf Treffern beteiligt. Seine Geschichte auf Schalke soll noch lange nicht zu Ende sein. Wenn er den Klub dereinst wechseln sollte, „dann will ich den Klub auch mit einem positiven Image verlassen“.

„Die schlimme Person bin ich nicht“

Schließlich war Harit in vielen Medien gerade in der schwachen Vorsaison des FC Schalke 04 als Skandalprofi verschrien. „Dass ich nicht integrierbar gewesen sei zum Beispiel, das stimmt nicht. Die schlimme Person, als die ich zum Teil dargestellt wurde, bin ich nicht“, wehrt sich der Dribbelkünstler. Inzwischen drehen sich die Berichte auch deutlich öfter um seine großen Qualitäten. Die dürften ihn zukünftig wohl weg von Schalke treiben. Sein Traum sei ein europäischer Spitzenverein, der regelmäßig um den Titel in der Champions League spielen kann. „Aber ich bin zurzeit bereits bei einem richtig großen Klub“, schiebt Harit pflichtbewusst nach.

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