Bundesliga

Haller: Ohne Bobic-Tipps zum magischen „Eintracht-Dreieck“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher

Das Selbstvertrauen bei den Spielern von Eintracht Frankfurt ist mit den Erfolgen der vergangenen zwei Monate stetig angewachsen. Vor allem Sebastien Haller demonstriert diese neu gewonnene Stärke und lässt auch Sportvorstand Fredi Bobic augenzwinkernd abblitzen.

Sebastien Haller versteht nach rund anderthalb Jahren in Deutschland die Sprache immer besser. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Europa-League-Duell gegen Olympique Marseille nickte er immer wieder eifrig, verstand einzelne Worte und wusste, was gemeint war. Lächeln und zunächst den Kopf schütteln musste er bei Nachfrage auf fussball.news, ob er sich denn schon einmal Videos von dem originalen „Magischen Dreieck“ – bestehend aus Giovane Elber, Krassimir Balakov und dem heutigen Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic, die von 1995 bis 1997 gemeinsam für den VfB Stuttgart auf Torejagd gingen – angeschaut habe.

Geburtsstunde des „Magischen Dreiecks“

„No, no“, erwiderte er schon, bevor der Dometscher übersetzte, gab aber anschließend zu: „Ich habe mich mit ihm darüber unterhalten. Wir wurden nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart so genannt.“ Ausgerechnet die Partie bei den Schwaben wurde die Geburtsstunde des neuen „Magischen Dreiecks“. Trainer Adi Hütter schickte am zehnten Spieltag erstmals das Trio Haller, Luka Jovic und Ante Rebic gemeinsam ins Rennen – und änderte die Sturmformation in der Bundesliga seitdem nicht mehr. Kein Wunder, erzielte die Eintracht in dieser Kombination doch neun Treffer in drei Partien gegen Stuttgart (3:0), den FC Schalke 04 (3:0) und den FC Augsburg (3:1).

Keine Tipps von Bobic

Tipps von Bobic, wie das Spiel des „Magischen Dreiecks“ optimiert werden könne, gab es aber nicht: „Das ist nicht notwendig. Sie sind eine andere Generation.“ Was der Europameister von 1996 gewusst habe, „dass hat er uns schon gesagt. Jetzt kann er uns keine Ratschläge mehr geben.“ Tatsächlich lassen sich die damals etwas filigraneren und eher über die Technik kommenden Akteure Balakow und Elber schwer mit den dynamischen und enorm wuchtigen Angreifern Jovic und Rebic vergleichen.

Bobic eher „ein Typ wie Haller“

Bobic fand allerdings im Gespräch mit dem Sportbuzzer persönlich eine gewisse Überschneidung: „Ich würde aber sagen, dass ich eher ein Typ wie Sebastien Haller war.“ Vor allem mit Blick auf diverse Traumtore – beide Angreifer kennen sich gut mit der Technik des Seitfallziehers aus – lassen sich die beiden kantigen, oft im Nahkampf agierenden, wenn auch aus verschiedenen Profigenerationen stammenden Vollblutstürmer, vergleichen –  auch wenn Haller keine Tipps mehr braucht.

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