1. FC Magdeburg

Härtel vor Derby gegen Dresden: „Es geht nicht um Leben und Tod“

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Der 1.FC Magdeburg findet sich als Tabellenvierzehnter aktuell in den Niederungen der zweiten Liga wieder. Durch den 1:0 Sieg gegen Sandhausen am vergangenen Wochenende hat das Team von Trainer Jens Härtel aber gezeigt, dass es in der Liga mithalten kann. Vor dem Derby gegen Dynamo Dresden ist der Trainer auch deswegen bemüht, etwas emotionale Brisanz aus der Partie zu nehmen. Die Vorschau von fussball.news.

Die Brisanz von Fußballspielen wird gerne rhetorisch überhöht, besonders wenn es um Derbys geht. So sagte der frühere Liverpooler Trainer und Manager Bill Shankly einst: „Einige Leute halten Fussball für eine Frage von Leben und Tod. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht. Ich versichere Ihnen, dass es viel viel wichtiger als das ist.“ Jens Härtel vertritt eine andere Auffassung: „Es ist ein Fußballspiel und es geht nicht um Leben und Tod. Wenn jemand die anderen Farben trägt, dann muss man das respektieren“, sagte der Magdeburger Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden. Zum „größten Duell im Osten“ dürften sich die Fans nur verbal „die Dinge um die Ohren“ hauen, so der 49-Jährige, der hofft, „dass alles friedlich bleibt“.

Defensive ist Trumpf in Dresden

Ähnlich entspannt wie die Partie gegen Dresden sieht er die aktuelle sportliche Lage. Nur zwei Niederlagen aus acht Spielen seien eine „ordentliche Bilanz“ für den Aufsteiger. Damit sich diese gegen Dresden nicht verschlechtert hat Härtel den Gegner intensiv studiert und dabei einige Veränderungen unter dem neuen Trainer Maik Walpurgis ausgemacht. „Der Stil hat sich unter Maik Walpurgis schon geändert im Vergleich zu Uwe Neuhaus. Bei Neuhaus war es klarer Ballbesitz-Fußball, die Mannschaft hat immer wieder versucht, fußballerische Lösungen zu suchen. Jetzt haben sie erstmal Wert auf eine funktionierende Defensive gelegt und die Grundordnung geändert.“ Dennoch kann sich der Magdeburger Trainer nicht vorstellen, dass die Dresdner Spieler „nur tief stehen und auf Konter lauern“, er erwartet einen Gegner, der aktiv am Spiel teilnimmt. Verzichten muss Härtel auf Rico Preißinger, der Mittelfeldspieler laboriert an einer Mittelfußprellung.

„Es wird kein Kindergeburtstag“

Was Dresden in Magdeburg erwartet, das weiß auch Maik Walpurgis: „Es wird kein Kindergeburtstag und eine intensive Stimmung“, erklärte der Dresdner Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Um diese zu meistern will er Anleihen bei Bayern-Trainer Niko Kovac nehmen. Sein Team müsse mit „heißem Herzen und kühlem Kopf“ agieren, zitierte er eine der Lieblings-Aussagen des Kroaten, als dieser noch bei Eintracht Frankfurt an der Seitenlinie stand. Zuversichtlich, dass dies gelingt, ist der 44-Jährige auch, weil er, erstmals seit Amtsantritt, keine englische Woche hatte: „Das war eine gute Vorbereitung und wir konnten wichtige Details trainieren.“ Gegen Magdeburg fehlen Walpurgis mit Florian Ballas, Sören Gonther und Jannik Müller allerdings drei Spieler.

About Stefan Katzenbach

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