Bundesliga

„Große Verunsicherung“ und mangelnde Fitness: Das sind die Probleme für Weinzierl

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Der Effekt des Trainerwechsels beim VfB Stuttgart ist vollkommen verpufft. Markus Weinzierl hat in seinen drei Spielen im Amt drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 0:11 hinnehmen müssen. Der 43-Jährige sieht zwei Hauptgründe für die Krise des Traditionsklubs.

„Die Mannschaft hat Charakter, sie ist gewillt“, so der gebürtige Straubinger gegenüber Sport Bild. „Aber die Situation setzt ihr zu.“ Es herrsche eine „große Verunsicherung“ im Team. Wohl auch, so Weinzierl, weil die Erwartungshaltung vor der Saison zu hoch gewesen sei. Gerade junge Spieler scheinen damit aktuell nicht zurecht zu kommen. Die Erfahrenen müssten jetzt voran gehen, sind dazu aber augenscheinlich körperlich nicht in der Lage. Hier sieht Weinzierl nämlich das zweite große Problem der Schwaben.

„In der Intensität unterlegen“

Läuferisch sei seine Mannschaft beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt am Freitagabend nicht wettbewerbsfähig gewesen. „Frankfurt ist gegen uns 400 Meter mehr gesprintet und hatte 600 Meter mehr Tempoläufe. Das ist in der Summe ein Kilometer mehr mit hoher Geschwindigkeit“, rechnet er vor. „Wir konnten das Tempo nicht mitgehen und waren in der Intensität unterlegen.“ Es ist ein Trend, der sich durch die ganze Saison zieht. Die Schwaben haben in Schlüsselrollen Spieler wie Holger Badstuber, Christian Gentner oder Mario Gomez. Ihnen ist nicht mehr zuzutrauen, regelmäßig in höchster Intensität abzuliefern.

Klub knabbert an der Umstellung auf Abstiegskampf

Für den Verein heißt das im Klartext Abstiegskampf statt europäischer Ambitionen. „Auf den neuen Ist-Zustand müssen sich alle nun einstellen, das ist nicht einfach“, so Weinzierl. Der neue Cheftrainer kann dabei wohl am wenigsten für die Misere des Klubs. Mit der offensichtlich nicht ausgewogenen Kaderplanung hatte er nichts zu tun. Bis zur Winterpause kann er auch ohne Mehrfachbelastung wenig an der Kondition der Mannschaft arbeiten. Für Weinzierl gilt es deshalb, bis zum Ende der Hinrunde irgendwie den Anschluss an das rettende Ufer zu wahren. Dadurch herrscht schon beim 1.FC Nürnberg am Samstag eigentlich eine Sieg-Pflicht für den VfB.

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