Bundesliga

Gregoritsch-Wirbel: Schmidt beschwichtigt – „Noch keine Unruhe reingebracht“

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Michael Gregoritsch hat während der Länderspielpause aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und seiner Frustration freien Lauf gelassen. Aufgrund seiner „beschissenen“ Situation beim FC Augsburg sei ein Winterwechsel für ihn ausgemachte Sache. Martin Schmidt sieht die Sache noch gelassen.

„Solange wir keine Fakten auf dem Tisch und ein Gespräch geführt haben, hat es auch noch keine Unruhe reingebracht. Von daher ist bisher nichts passiert“, zitiert die Augsburger Allgemeine den Chefcoach. Der Klub habe den Offensivspieler „im Länderspiel-flow gelassen“, eine Unterredung soll nun nach der Rückkehr stattfinden. Gregoritsch war am Dienstagabend Teil einer nach der bereits perfekt gemachten EM-Qualifikation durchgemischten Startelf der österreichischen Nationalmannschaft. Ein 0:1 in Lettland dürfte seine Laune nicht nachhaltig verbessert haben.

FCA bei Transferwünschen unbeeindruckt

Schmidt setzt derweil auf die Erfahrung des Klubs im Umgang mit wechselwilligen Spielern. Im Sommer war neben Gregoritsch etwa Philipp Max ein Thema, nur Martin Hinteregger ließ der FCA ziehen. „Wenn irgendwo ein Spieler, der sich verändern will, in den Schlagzeilen ist, hat uns das damals nicht beeindruckt und das tut es auch jetzt nicht“, sagt der Schweizer. Dass ihn der Nebenkriegsschauplatz vor dem Spiel gegen den Tabellennachbarn Hertha BSC am Sonntag nicht freuen dürfte, liegt aber auf der Hand. Zumal Gregoritsch nun womöglich weniger in Frage kommt, wenn es darum geht, den einmal mehr verletzten Alfred Finnbogason zu ersetzen.

Finnbogason fehlt wohl bis 2020

Dessen beinahe sicheres Aus für den Rest der Hinrunde trifft Schmidt hart. „Alfred war athletisch auf einem Stand wie schon lange nicht mehr. Adduktorenbereich, Wade, Fußgelenk, alles war stabil.“ Der 30-Jährige kugelte sich bei einem Sturz beim Spiel der isländischen Nationalmannschaft gegen die Türkei die Schulter aus, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit erst 2020 wieder mit dem FC Augsburg auf dem Platz. Theoretisch wäre Gregoritsch ein logischer Profiteur gewesen. Nun müsste sich Schmidt die Frage stellen, ob er dadurch nicht dem medialen Ausfall des Angreifers Legitimation erteilen würde.

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