Bundesliga

Gregoritsch: Ladehemmung „nervt schon brutal“

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Der FC Augsburg wartet seit Ende Oktober auf einen Sieg in der Bundesliga. Zuletzt gingen die bayerischen Schwaben gegen die Spitzenteams von der TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt als Verlierer vom Platz. In beiden Partien hatte der Klub ein Plus an Torschüssen. Michael Gregoritsch lässt das nicht kalt.

„Natürlich nagt das“, zitiert die Bild-Zeitung den Österreicher. „Vor allem, wenn wir verlieren. Das nervt mich schon brutal.“ Der 24-Jährige selbst leidet in der aktuellen Situation besonders. Im Vorjahr war er mit 13 Toren in der Bundesliga ein Erfolgsgarant, im Augenblick steht er bei lediglich zwei Treffern. Seit dem 06. Oktober steht bei ihm eine Null auf dem persönlichen Konto. „Gegen Frankfurt habe ich auch einen Tick defensiver gespielt, da kommt man auch nicht mehr so zu seinen Chancen“, verteidigt sich Gregoritsch.

Mehr Schüsse aus kurzer Distanz

Insgesamt aber gibt es keine stichhaltige Begründung für seinen Tore-Schwund. Wie Daten des Statistikportals WhoScored.com belegen, sind seine Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. So gab der Nationalspieler im Vorjahr pro 90 Minuten 3,3 Schüsse ab, aktuell sind es 3,1. Dabei schließt er heuer sogar öfter von innerhalb des 16-Meter-Raumes ab (2,4 zu 1,9 Versuche) und erlaubt sich seltener, aus der Distanz draufzuhalten. Dass Gregoritsch ins Grübeln kommt, warum die Treffer ausbleiben, ist also verständlich. Das heißt aber nicht, dass er seinem Team nicht mehr hilft. Ein Blick auf die Torschussvorlagen zeigt, dass er sogar mannschaftsdienlicher geworden ist.

Torschussvorlagen verdoppelt

Das Portal verzeichnet 1,4 sogenannte Key Passes für Gregoritsch. Im Vorjahr waren es noch nur 0,7 pro 90 Minuten in der Bundesliga. Dass dabei noch keine Torvorlage herum gekommen ist, zeigt die Krux bei den Fuggerstädtern: Mit Ausnahme vom derzeit mal wieder verletzten Alfred Finnbogason (sieben Saisontore) brauchen alle Offensivkräfte aktuell zu viele Gelegenheiten für ein Erfolgserlebnis. Abhilfe könnte der nächste Gegner schaffen: Der VfB Stuttgart mit Ex-FCA-Trainer Markus Weinzierl hat bereits 26 Gegentreffer hinnehmen müssen.

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