2. Bundesliga

Gomez VAR-Frust – Gräfe: „Videobeweis hat nur 1 Tor verhindert“

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„Das ist so ein Bullshit!“ Rumms! Mario Gomez konnte sich nach der 1:2-Niederlage des VfB Stuttgart beim SV Sandhausen nach drei aberkannten Toren nicht mehr einkriegen und wetterte gegen den VAR. Schiedsrichter Manuel Gräfe versteht zwar den Frust, nimmt den Videobeweis aber in dieser Hinsicht in Schutz.

„Wenn wir jetzt jedes Mal wegen zwei Zentimetern zurückpfeifen und der Linienrichter, weil so viel Druck auf dem bescheuerten Videobeweis lastet, immer aus Sicherheit die Fahne hebt, ist er ja fein raus, weil ihn der Videobeweis revidiert“, wetterte Mario Gomez nach seinen aberkannten Toren. Ihm wurden fünf Treffer in Folge aberkannt, weshalb der Stürmer des VfB Stuttgart gar eine Verschwörung witterte: „Vielleicht ist das jetzt dafür die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dass ich ihnen 20 Jahre auf die Eier gegangen bin auf dem Platz.“

Gräfe kann Gomez-Frust nachvollziehen

Manuel Gräfe zählt zu den besonnenen Schiedsrichtern der Bundesliga und ist bei den Spielern anerkannt. Auch nach dieser Hinrunde wählten ihn bei der kicker-Umfrage 32,6 Prozent zum besten Unparteiischen. Gräfe zeigte gegenüber Sport1 einerseits Verständnis für den Gomez-Frust: „Wenn du Fußball spielst, willst du gewinnen und einer der schönsten Momente ist nun einmal, Tore zu schießen. Wenn die aberkannt werden, ärgerst du dich, das ist normal.“

Aber: Gräfe nimmt auch den Videobeweis in Schutz

Doch wurde der frühere Nationalstürmer tatsächlich durch den „Kölner Keller“ so betrogen? Gräfe relativierte etwas: „Von den fünf Toren sind vier allein vom Assistenten schon aberkannt wurden. Die hätten auch so nicht gezählt.“ Er nahm die Kollegen gegen die harsche Kritik in Schutz: „Damit hat der Videobeweis letztlich nur ein Tor verhindert.“

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