Bundesliga

Gelbsperre nach sechs Einsätzen: Schalke sucht bei Mendyl den Mittelweg

on

Schalke 04 muss am kommenden Wochenende gegen Hannover 96 ohne Linksverteidiger Hamza Mendyl auskommen. Der Marokkaner hat das zweifelhafte Kunststück vollbracht, in sechs Einsätzen fünf Gelbe Karten zu sammeln. Die Klub-Verantwortlichen reagieren milde.

„Ab und zu bremst er zu spät“, zitiert die Funke Mediengruppe Manager Christian Heidel. „Der Junge ist 21 Jahre alt. Das muss er einfach noch lernen.“ Überrascht sei Schalke ob der robusten Spielweise des Neuzugangs nicht. Er habe schon beim LOSC Lille mit seiner Aggressivität Aufmerksamkeit erregt. Mit der Entwicklung von Mendyl ist der 55-Jährige trotz der Gelbsperre zufrieden. „Er hat viele Dinge, die wir sehr gerne bei ihm sehen“, so Heidel. Der 13-fache Nationalspieler stand in den vergangenen sieben Pflichtspielen in der Startformation.

„Er hat diesen super-super-hohen Speed“

Trainer Domenico Tedesco glaubt, den Grund für die vielen Verwarnungen zu kennen. „Er ist sehr schnell unterwegs und will direkt den Ball erobern.“ Mendyl fehlt es wohl an der Geduld, den Gegenspieler lediglich zu stellen. Mit seiner offensiven Art zu verteidigen, macht er sich angreifbar. Allerdings wollen die Königsblauen diesen Offensivgeist auch nicht gänzlich austreiben. „Hamza hat einfach diesen super-super-hohen Speed. Er geht volle Kraft voraus“, so Tedesco. Es gilt demnach, in der Zukunft ein gesundes Mittelmaß zu finden. Zumindest kann sich Mendyl am Mittwochabend im DFB-Pokalspiel beim 1.FC Köln komplett auspowern.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.