Bundesliga

Funkel zieht über Bayern her: „In den letzten zwei Jahren stimmt es bei denen definitiv nicht mehr!“

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Der FC Bayern hat am Samstag bereits zum vierten Mal in der laufenden Spielzeit und im zweiten Spiel hintereinander Federn gelassen. Beim FC Augsburg ließen die Münchner spät den Ausgleichstreffer zum 2:2 zu. Damit steht der Rekordmeister schon bei zehn Gegentoren. Selbst für die Bundesliga-Konkurrenz ist das schwer erklärlich. Friedhelm Funkel erkennt seit längerer Zeit ein Problem.

„In den letzten zwei Jahren stimmt es bei denen definitiv nicht mehr!“, so der Trainer von Fortuna Düsseldorf gegenüber der Bild-Zeitung. „In der Zeit, als Jupp Heynckes Trainer war, hat Bayern 17 Gegentreffer bekommen – aber in der kompletten Saison!“ Tatsächlich waren es in der Triple-Saison 2012/13 18 Gegentore. Sogar einen weniger kassierte der Rekordmeister unter Nachfolger Pep Guardiola in der Spielzeit ’15/16. Der Trend ist seither eindeutig: 22 Gegentore waren es unter Carlo Ancelotti, 28 unter dem Italiener und Heynckes, in der ersten Saison von Niko Kovac sogar 32.

Auf Kurs für schlechtesten Wert seit 1996

Aktuell sind die Bayern nun auf Kurs für über 42 Gegentreffer. In der Statistik ist langes Suchen angesagt, um einen schlechteren Wert zu finden. 1995/96 waren es 46 Bälle, die Keeper des FC Bayern aus dem Netz fischen mussten. Einen ausformulierten Erklärungsansatz hat Funkel derweil nicht parat. Für vorbildlich hält er das Defensivverhalten beim Rekordmeister insgesamt jedoch wohl nicht. Als er kürzlich sein Team zu besserer Arbeit gegen den Ball drillen wollte, rief er stattdessen die Triple-Saison in Erinnerung.

Vorbilder Ribery und Robben

„Warum waren die in dieser Saison denn so erfolgreich und haben 3 Titel geholt? Weil Ribery und Robben da nach hinten mitgearbeitet haben“, so Funkel. Anlass war eine Vielzahl von Gegentreffern von Fortuna Düsseldorf in der ersten Saisonphase. Gerade nach eigener Führung präsentierten sich die Rheinländer in der Defensivarbeit nicht auf der Höhe. Die Worte von Funkel fruchteten wohl, am Samstag gab es gegen den 1.FSV Mainz 05 das erste Spiel ohne Gegentor im laufenden Wettbewerb. Dass sich der erfahrene Trainer ungefragt beim FC Bayern einmischt, dürfte dort wohl kaum gut ankommen. Das nächste Aufeinandertreffen steht am 23. November an. Fast auf den Tag ein Jahr, nachdem die Düsseldorfer als Aufsteiger ein 3:3 aus München entführten.

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