1. FC Heidenheim

Fürth – Heidenheim: hält der Leitl-Trend auch gegen das „Team der Stunde“?

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Am Freitagabend (18.30 Uhr) treffen anlässlich des 23. Zweitligaspieltags zwei formstarke Mannschaften aufeinander. Gastgeber Greuther Fürth ist mit Neu-Trainer Stefan Leitl noch ungeschlagen und tritt nun gegen den FC Heidenheim, der seit acht Spielen nicht mehr verloren hat, an. Welche Serie hält auch nach dieser Begegnung?

Bislang hat sich der Trainerwechsel für Greuther Fürth bezahlt gemacht. Nachdem mit Ex-Trainer Damir Buric fünf seiner sechs letzten Spiele verloren gingen, reagierte die Vereinsführung und installierte Stefan Leitl als dessen Nachfolger. Mit dem 41-Jährigen geht es seitdem bergauf, Fürth ist unter Leitl noch ungeschlagen. „Wir haben vier Punkte aus zwei Spielen geholt, das hat uns Selbstvertrauen gegeben“, ordnete Leitl die aktuelle Ausgangslage des Vereins ein. “Für uns ist es wichtig, dass wir diesen Moment jetzt nutzen, um weiter zu punkten, um Ruhe und Sicherheit für die Zukunft zu haben.“

Der Nicht-Abstieg ist weiterhin in Gefahr

„Ich denke, wenn man sich die Tabelle ansieht, wird das Feld oben sowie unten immer enger. Für uns ist es wichtig, schnellstmöglich die 40 Punkte zu erreichen“, stellte Leitl den Nicht-Abstieg als keinesfalls gesichert klar. Aktuell belegen die „Kleeblätter“ mit 28 Punkten Platz zehn, neun Punkte vor einem Abstiegsplatz. Weitere Punkte für den Liga-Verbleib sollen am Freitag folgen, auch wenn Fürths Übungsleiter kein leichtes Spiel erwartet. „Heidenheim hat ein sehr gutes Umschaltspiel und agiert aus einer geordneten Defensive heraus“, erklärte er. Außerdem „verfügen sie mit Schnatterer über einen extrem guten Standardschützen.“

Keine Angst vor Heidenheim

„Wir werden nicht vor Ehrfurcht erstarren“, betonte der ehemalige Ingolstädter, auch wenn er Heidenheim als „Team der Stunde“ ansieht. Linksverteidiger Maximilian Wittek erklärt die Herangehensweise unter Leitl: „Wir versuchen jetzt dem Gegner unser Spiel aufzudrücken und nicht nur zu agieren.“ Zu verbessern gilt es die Anfälligkeit bei Standards, auch die Torgefahr ist bei den Fürthern ausbaufähig. „Im letzten Drittel sind die Pässe und der Abschluss zu ungenau“, analysierte Offensivmann Julian Green. Wieder zur Verfügung stehen Innenverteidiger Mario Maloca (überstandene Grippe) und Mittelfeldspieler Paul Seguin (abgesessene Sperre).

Heidenheim ändert sein Saisonziel nicht

„Gar nicht viel nachdenken, sondern genau so weitermachen“, forderte Heidenheims Trainer Frank Schmidt von seiner Mannschaft. Nach acht Spielen ohne Niederlage und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Bundesligist Bayer Leverkusen zählt der FCH endgültig zum festen Kreis der Aufstiegsfavoriten. „Unsere Zielsetzung kann nicht sein, einen der ersten drei Plätze zu belegen“, konstatierte Trainer Schmidt zurückhaltend. „Natürlich sieht man, wir machen es gut und stehen völlig zu Recht auf dem 4. Platz (38 Punkte, Anm. d. Red.). Das haben wir uns verdient durch gute Leistungen über Wochen und Monate.“ Trotz dieser Leistungen und dem Unentschieden gegen den Hamburger SV (2:2) vergangene Woche sei der Klassenerhalt aber weiterhin das erklärte Saisonziel und alles weitere Bonus.

Schmidt warnt vor „schnellem“ Fürth

Gedacht wird von Spiel zu Spiel und somit richtet sich der Fokus auf Gegner Fürth. „Sie spielen hohes, aggressives Pressing, gehen immer wieder ins Gegenpressing und auf die zweiten Bälle“, stellte Schmidt seine Analyse vor. Vor allem das Tempo der Fürther wird die Partie bestimmen, prognostiziert der 45-Jährige: „Sie haben schnelle Außenbahnen, wollen schnell umschalten nach Balleroberungen und zum Abschluss kommen. Nur über guten Fußball wird es nicht funktionieren. Wir müssen bereit sein, läuferisch wirklich das Maximale herauszuholen. In Sachen Sprints müssen wir in den absoluten Grenzbereich gehen.“ Personell kann Frank Schmidt wohl aus dem Vollen schöpfen, einzig der Einsatz von Mittelfeldspieler Niklas Dorsch (muskuläre Probleme) ist fraglich.

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