2. Bundesliga

Fürth – Bochum: Buric-Elf nimmt Tabellenführung ins Visier

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Die Uhr dreht sich auch nach der Umstellung auf Winterzeit weiter. So stehen die Zeiger in der 2. Bundesliga keineswegs still – auf dem Programm listet sich der 12. Spieltag. Dieser wird unter anderem am Freitagabend (18.30 Uhr) mit der Partie zwischen Greuther Fürth und dem VfL Bochum eröffnet. Das gastgebende Kleeblatt nimmt sich zum Ziel, seit vielen Jahren mal wieder die Tabellenführung zu übernehmen.

Lange ist es her, dass Greuther Fürth an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga stand. In den Statistik-Büchern muss man daher einige Jahre zurückblättern, bis das Kleeblatt auf der Sonnenseite der Tabelle erscheint. Am 2. Spieltag der Saison 2014/15 standen die Fürther letztmals auf Platz eins des deutschen Fußball-Unterhauses. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum will das Team von Damir Buric diesen Umstand in die Neuzeit holen.

Düstere Bilanz gegen Bochum

Die Stimmung bei den Mittelfranken ist trotz des 0:2 bei Darmstadt 98 aus der Vorwoche keineswegs getrübt. Der Trainer und die Mannschaft freuen sich darauf, gegen Bochum die richtige Reaktion zu zeigen, merkte Buric vor der Begegnung an. Doch der Vorwert dürfte den Fürthern ganz und gar nicht gefallen: Das Kleeblatt hat nur eins der letzten acht Pflichtspiele gegen Bochum gewonnen – seit drei Partien ist man sieglos gegen den Revierklub.

Buric und Dutt: Alte Bekannte

Für Buric wird das Aufeinandertreffen zum besonderen Akt. Der Kroate machte 2005 seinen Trainerschein mit dem Bochumer Coach Robin Dutt, folgte ihm als Co-Trainer zum SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen. Es werde eine Herausforderung gegen Bochum zu bestehen, sagte Buric, der auf Nik Omladic (Oberschenkelprobleme), Yosuke Ideguchi (Kreuzbandriss), Shawn Parker (Sprunggelenksprobleme) und Daniel Steininger (Innenbandriss Knie) verzichten muss.

Ärgernis gegen Regensburg

Die Blicke richten sich in Bochum ebenfalls nach oben. Mit 16 Punkten steht Dutts Mannschaft auf dem siebten Tabellenplatz, lediglich drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Ärgerlich war zuletzt das 3:3-Unentschieden gegen Jahn Regensburg. Die Rothosen glichen erst spät in der Nachspielzeit aus und entführten so einen Punkt von der Castroper Straße. „Wir haben eine erfahrene Mannschaft, daher wird uns der späte Gegentreffer zuletzt am Freitag in Fürth nicht mehr beschäftigen“, wies Dutt auf das Regensburg-Spiel hin.

Mach’s noch mal, Hinterseer

Lukas Hinterseer, der in dieser Saison mit sieben Treffern und vier Vorlagen Bochumer Topscorer ist, erzielte in den beiden Vorsaison-Begegnungen gegen Fürth jeweils ein Tor. Der letzte Auswärtserfolg der Blau-Weißen liegt schon etwas zurück; mit 5:0 siegte der VfL im Oktober 2015 im Rohnhof. Es war die höchste Fürther Heimniederlage in deren langer Zweitliga-Zugehörigkeit. Dutt stellte klar: „Wir wollen Fußball spielen, das soll unsere DNA sein. Auch am Freitag in Fürth.“

Fragezeichen hinter Celozzi und Hoogland

Den ein oder anderen Abstrich muss Dutt bezüglich der Kaderplanung machen. Bei Stefano Celozzi und Tim Hoogland müsse man abwarten, erklärte Dutt: „Wenn es eine kleine Restchance gibt, werden die beiden oder zumindest einer zunächst mal mit nach Fürth fahren.“ Von den Langzeitverletzten Jannik Bandowski (Kreuzbandriss), Milos Pantovic (Kreuzbandverletzung), Sebastian Maier (Leistenoperation), Silvère Ganvoula (Bauchbeschwerden) und Thomas Eisfeld (Knieprobleme) kehrt niemand zurück.

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