2. Bundesliga

Fünf Abseitstore in drei Spielen: Gomez wittert „Quittung für die letzten 20 Jahre“

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Der VfB Stuttgart ist am Montagabend beim SV Darmstadt nicht über ein 1:1 hinausgekommen und verpasste so zum Abschluss der Hinrunde den Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz. Mario Gomez war dabei einmal mehr eine tragische Figur. Er steht inzwischen bei fünf wegen Abseits nicht anerkannten Treffern in den letzten drei Partien.

In der 66. Minute grätschte er eine Hereingabe von Borna Sosa über die Linie, der Assistent an der Seitenlinie hob die Fahne. Das Videostudium bestätigte die Entscheidung des Gespanns, wenngleich es nur um wenige Zentimeter ging. Für Gomez läuft das Fass dennoch langsam über. „Das ist für mich gleiche Höhe. Das ist ein Witz“, so der Ex-Nationalspieler beim TV-Sender Sky. Er sieht den klassischen Mittelstürmer durch die Einführung des Videobeweises benachteiligt. Für sie sei das Spielen an der Abseitskante Tagesgeschäft. „Wir holen uns nicht wie Messi den Ball aus dem Mittelfeld“, so der Routinier verärgert.

„Froh, dass ich nicht noch fünf Jahre spielen muss“

Da sein Pech mit den Entscheidungen langsam aber sicher groteske Züge annimmt, wittert Gomez gar Verschwörung. „Vielleicht bekomme ich jetzt die Quittung für die letzten 20 Jahre, als ich den Schiris auf dem Platz immer so auf den Sack gegangen bin.“ In jedem Fall sei er froh, dass er nur gegen Ende der eigenen Karriere mit dem Videobeweis leben und „nicht noch fünf Jahre spielen muss“. Der Spaß am Spiel sei ihm inzwischen vergangen, weil „mit dem Lineal rumgemalt“ werde. Der Ärger des 34-Jährigen ist durchaus nachvollziehbar. Gomez steht nach der Hinrunde bei nur zwei Toren. Mit den fünf nicht gegebenen Treffern beim SV Sandhausen, gegen den 1.FC Nürnberg und nun in Darmstadt sähe seine Bilanz für den VfB Stuttgart deutlich besser aus.

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