Bundesliga

Führungsspielerdebatte? Rode kontert Matthäus: „Zu platt“

on

Fehlt Eintracht Frankfurt in der aktuell schwierigen Lage ein Spieler, „der das Heft des Handeln in die Hand nimmt“? Sky-Experte Lothar Matthäus eröffnete nach der 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach die Debatte über fehlende Führungsspieler bei den Hessen. Sebastian Rode konnte damit aber nichts anfangen.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Suche nach Gründen für eine Niederlage verläuft immer sehr vielschichtig. War die Aufstellung richtig gewählt? Hat der Trainer das Team perfekt eingestellt? Haben die formstärksten Akteure auf dem Feld gestanden? Welche Taktik hätte besser gepasst? Und dann ist da, sobald es eine Niederlagenserie gibt, auch gerne die Mentalitäts- oder Führungsspielerdebatte.

Matthäus startet Führungsspielerdebatte

Lothar Matthäus sieht Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf angekommen, die Hessen seien ein Kandidat für die letzten drei Plätze. Der Weltmeister von 1990 macht dies auch daran fest, dass Typen fehlen, die „das Heft des Handelns in die Hand nehmen“. Dabei standen mit Kevin Trapp, David Abraham, Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker, Bas Dost oder eben Sebastian Rode sehr erfahrene Profis gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Platz.

Rode widerspricht dem Weltmeister

Rode etwa verwies auf die Nackenschläge in den ersten sieben Minuten, als Gladbach bereits 2:0 führte, und betonte: „Wenn du so in ein Spiel startest, dann hilft es nicht rumzuschreien oder einen Gegenspieler umzutreten, nur damit man ein Zeichen setzt.“ Der 29-Jährige widersprach der Kritik von Matthäus: „Das halte ich für zu platt.“

Eintracht muss dringend Punkte sammeln

Dennoch ist klar: Die Lage bei der Eintracht ist nicht zu unterschätzen. Nach vier Bundesliganiederlagen in Serie richtet sich der Blick nach unten, die bislang gesammelten 28 Punkte werden für den Klassenerhalt mit großer Sicherheit nicht reichen. „Es sollte jedem klar sein, dass der Vorsprung nicht sehr groß ist“, mahnte Rode. Der Mittelfeldspieler verwies auf die kommende englische Woche mit den Partien gegen den FC Bayern München, SC Freiburg und VfL Wolfsburg: „Da kann man einen großen Sprung nach vorne machen – aber auch nach hinten abrutschen.“

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.