1. FC Kaiserslautern

Frontzeck: „In Lautern herrscht ein Anspruchsdenken wie in besten Zeiten“

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Der 1.FC Kaiserslautern stellt am heutigen Donnerstag Sascha Hildmann als neuen Chef-Trainer vor. Sein Vorgänger Michael Frontzeck gibt sich nach der Entlassung durchaus selbstkritisch, nimmt sich aber auch die Erwartungshaltung rund um den Klub vor.

„Das schwierige Umfeld in Kaiserslautern ist immer schwer zu greifen“, so der Ex-Profi gegenüber Sport1. Bei den Roten Teufeln gebe es demnach zu viele Leute, die sich in der glorreichen Vergangenheit des Vereins aufhalten. „Die wenigsten Menschen dort wollen aber wahrhaben, was in den zurückliegenden 20 Jahren passiert ist.“ Daraus sei eine überzogene Erwartungshaltung für den Absteiger aus der 2. Bundesliga entstanden. „Wir sind nicht Hamburg oder Köln in der 2. Liga oder der FC Bayern in der ersten Liga“, verweist Frontzeck auch Annahmen bezüglich des Etats der Lauterer ins Reich der Fabeln.

Frontzeck wünscht FCK Kontinuität auf dem Trainerstuhl

Den sofortigen Wiederaufstieg als Zielsetzung auszugeben sei falsch gewesen, so der gebürtige Mönchengladbacher. „Hier herrscht noch ein Anspruchsdenken wie in besten Zeiten.“ Der 54-Jährige kreidet sich selbst an, diese Erwartungshaltung mitgetragen zu haben. Letztlich akzeptiert der ehemalige Nationalspieler auch, dass er als Trainer die Hauptverantwortung im sportlichen Bereich tragen muss. „Ich hoffe, dass die Verantwortlichen endlich einen Trainer finden, der Kontinuität in den Verein bringt“, erinnert er dennoch daran, dass er auf einem Schleudersitz saß. Frontzeck hatte im Februar vom erkrankten Jeff Strasser übernommen. Seit Kosta Runjaic (2013 bis 2015) hat sich kein Trainer bei den Pfälzern auch nur ein Jahr im Amt gehalten.

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