Nationalmannschaft

Frings: Hummels-Rückkehr ins DFB-Team wäre „ein falsches Signal“

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Bundestrainer Joachim Löw hat in der Partie zwischen Deutschland gegen Argentinien (2:2) nach einer Absageflut improvisieren müssen. Der im Frühjahr aussortierte Mats Hummels spielte in den Gedanken Löws aber keine Rolle mehr. Torsten Frings rät zu dieser Konsequenz.

Die Unruhe in Deutschland wird immer besonders groß, wenn ein Länderspiel verloren geht oder erfahrene Akteure, die noch zur Verfügung stehen, trotz Verletzungssorgen nicht nominiert werden. Heikel ist die Situation bei Mats Hummels, der immer wieder durchklingen lässt, zur Verfügung zu stehen und dies mit starken Leistungen bei Borussia Dortmund unterstreicht.

Kein Hummels? Frings zeigt Verständnis

Joachim Löw entschied sich diesmal allerdings für eine Nominierung von Robin Koch. Torsten Frings zeigte im kicker Verständnis dafür, auf Hummels zu verzichten: „Eine Rückkehr von Mats Hummels in die Nationalelf wäre deshalb ein falsches Signal, obwohl er nach wie vor ein überragender Fußballer ist.“ Der ehemalige Profi weiß um die Unruhen, die Löw in diesen Monaten aushalten muss: „Ein Umbruch birgt immer Schwierigkeiten und geht nie ohne Theater über die Bühne. Nebenkriegsschauplätze gehören dazu, weil verdiente Akteure aussortiert werden müssen.“

Umbrüche „tun den Spielern natürlich weh“

Frings selbst kann sich in die Gefühlslage von Hummels, Jerome Boateng, Thomas Müller oder Sami Khedira hineinversetzen: „Das tut den Spielern natürlich weh und ist aus ihrer Sicht nur schwer zu verstehen. Diese Erfahrung habe ich nach der EM 2008 selbst machen müssen.“ Er stärkte Löw allerdings den Rücken: „Aus Sicht eines Trainers ist es aber unabdinglich, diese Entscheidungen zu treffen. Wer einen Umbruch angeht, muss ihn durchziehen, auch wenn es mal schmerzhaft ist.“

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