Nationalmannschaft

Formkrise? Torwart-Experten springen Neuer zur Seite

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Manuel Neuer hat nach seinen durchwachsenen Leistungen beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft in der öffentlichen Wahrnehmung einen Knacks erhalten. Es wird erstmals offen diskutiert, ob nicht Ersatztorhüter Marc-Andre ter Stegen eine Chance erhalten sollte. Torwart-Experten springen dem Kapitän der DFB-Auswahl nun zur Seite.

„Die Diskussion um Neuer ist überzogen und unfair!“, äußert sich etwa Toni Schumacher in der Bild-Zeitung zur Thematik. „Wir sind nicht wegen ihm bei der WM so früh ausgeschieden, das wäre zu einfach“, so der Europameister von 1980. Tim Wiese sieht in der Konzentration der Kritik auf den Schlussmann gar die Suche nach einem Alibi für den kriselnden Ex-Weltmeister. Er erhöht aber auch den Druck auf Neuer. Der müsse seine großen Qualitäten wieder abrufen. „Es wird langsam Zeit“, warnt Wiese.

Hildebrand kritisiert Löw

Bodo Illgner würde einen Torwart-Wechsel derweil inhaltlich wohl gut heißen. Er hält ihn aber nicht für praktikabel. „Man hätte die Zeit und die ganzen Spiele nach der WM gut für einen Wechsel nutzen können“, so der Weltmeister von 1990 gegenüber dem Boulevardblatt. „Jetzt wäre das ein schlechtes Zeichen, auch weil Neuer Kapitän ist und gerade die Torwart-Position heikel ist.“ Timo Hildebrand sieht die Zeit für einen Wechsel hingegen gekommen. In einer Kolumne für das Internetportal fums.de kritisiert er vor allem Bundestrainer Joachim Löw. Ter Stegen „wäre sicher auch im Nationaltrikot mal dran, aber das hat in Zeiten mit Jogi Löw als Bundestrainer ja nichts zu bedeuten“, so der 39-Jährige. Neuer hat in sieben Länderspielen seit seinem Mittelfußbruch nur beim 0:0 gegen Weltmeister Frankreich im September die Null gehalten.

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