Bundesliga

Form-Explosion unter Labbadia – bleibt Ibisevic bei Hertha?

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Die Zeit von Vedad Ibisevic bei Hertha BSC schien bereits abgelaufen zu sein. Unter den vergangenen Trainern auf die Bank verbannt, blüht der 35-Jährige unter Neu-Coach Bruno Labbadia in bemerkenswerter Weise wieder auf. Es scheint nicht unrealistisch, dass der Bosnier und die „alte Dame“ ein paar weitere Seiten dem gemeinsamen Kapitel hinzufügen wollen.

„Die Pause hat in diesem Punkt für mich vielleicht sogar etwas Gutes. Ich merke, wie sehr ich den Fußball vermisse und wie viel Bock ich noch habe“, zitierte der kicker Vedad Ibisevic vor kurzem. „Ich bin gesund, ich habe Spaß. Ich will weiterspielen. Das ist der entscheidende Punkt.“ Womöglich bei Hertha BSC? Der Vertrag des 35-jährigen Mittelstürmers läuft im Sommer aus, an eine Verlängerung ist vor ein paar Wochen noch nicht zu denken gewesen, doch mit Trainer Bruno Labbadia scheinen sich viele Dinge geändert zu haben.

Preetz lässt alles offen

So beantwortete Manager Michael Preetz die Frage, ob eine Verlängerung des Vertrages von Ibisevic möglich sei: „Es ist gar nichts beschlossen. Jeder Spieler hat seine Chance, sich zu empfehlen.“ Das tut Ibisevic. Am vergangenen Wochenende hat er seine starke Vorstellung gegen Hoffenheim (3:0) mit dem Führungstreffer gekrönt, im Stadtderby gegen Union Berlin (4:0) hat der Mannschaftskapitän mit drei Torbeteiligungen und einer äußerst auffälligen Leistung erneut überzeugt. In beiden Partien hat der Routiner unter Beweis gestellt, wie wertvoll er nach wie vor für die Berliner sein kann. Nicht nur wegen seines Torriechers, sondern auch, weil Ibisevic in hervorragender Manier Bälle festmachen und verteilen kann, Gegenspieler bindet und ein Gefühl für die richtigen Räume hat.

„Labbadia hat mir eine faire Chance gegeben“

Qualitäten, von denen man in Berlin grundsätzlich weiß, die aber in der laufenden Saison selten zum Vorschein gekommen sind. Während Ibisevic unter Ex-Coach Ante Covic zum Anfang der Spielzeit noch regelmäßig zum Einsatz gekommen ist, haben ihn Jürgen Klinsmann und dann Alexander Nouri regelrecht ignoriert. Zuerst wurde ihm Davie Selke vorgezogen, im Winter hat der Verein ihm Krzysztof Piatek vor die Nase gesetzt. Selke spielt mittlerweile in Bremen und Piatek hat Ibisevics Platz auf der Bank eingenommen. „Bruno Labbadia gibt mir Selbstvertrauen und versteht mich als Stürmer, aber ich habe keine Sonderbehandlung, ich arbeite wie alle anderen Jungs“, erklärte Ibisevic sein Verhältnis zu Herthas neuem Trainer, „Er hat mir eine faire Chance gegeben und diese habe ich genutzt.“ Nun könnte eine Vertragsverlängerung zum sechsten gemeinsamen Jahr winken. Laut Bild setzt sich der Verein mit diesem Gedanken momentan sehr intensiv auseinander.

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