2. Bundesliga

Förster: Spätzünder, dessen „Entwicklung noch nicht am Ende“ ist

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Der VfB Stuttgart hat am Montag zum Schluss der Transferperiode noch einmal zugeschlagen. Vom SV Sandhausen holte der Absteiger Philipp Förster. Für den Mittelfeldmann ist es eine Rückkehr, da er bereits in der Jugend vier Jahre bei den Schwaben spielte. Seine Profikarriere brauchte aber einigen Anlauf.

„Man kann schon sagen, dass ich ein Spätzünder bin“, zitieren die Stuttgarter Nachrichten den 24-Jährigen. „Ich musste mir in meiner Karriere alles erarbeiten. Und ich bin mit meiner Entwicklung noch nicht am Ende.“ Einer breiten Öffentlichkeit mag Förster dabei bis zu seinem Wechsel zum VfB verborgen geblieben sein. Kenner schätzten ihn aber nach der abgelaufenen Saison beim SV Sandhausen schon hoch ein. Aufsteiger Union Berlin und der Hamburger SV waren dem Lokalblatt zufolge zuvor an einer Verpflichtung des vielseitigen Mittelfeldspielers interessiert.

Vertrautheit mit Walter

Einen Ausschlag könnte dabei die Vertrautheit mit Trainer Tim Walter gegeben haben. Unter dem Chefcoach des Absteigers hatte er in der Jugend des Karlsruher SC gespielt. Förster hat deshalb eine gute Vorstellung von dem, was ihn nun beim VfB Stuttgart erwarten dürfte. „Ich kann in der Mittelfeldraute, die Tim Walter spielen lässt, jede Position besetzen“, sagt der gebürtige Kraichgauer. Sein wahrscheinliches Einsatzgebiet dürfte dabei auf den Halbpositionen liegen. Sportdirektor Sven Mislintat jedenfalls nennt Förster, ganz modern, einen Spieler, der sich „box-to-box“ bewegt.

Wechsel selbst auch ein Spätzünder

Walter wiederum lobt ihn als robusten, „sehr guten Fußballer“ mit Zug zum Tor. Für Sandhausen waren ihm an den ersten fünf Spieltagen immerhin drei Torbeteiligungen gelungen. Bei den Schwarzweißen fühlte sich Förster durchaus wohl, was auch eine Vertragsverlängerung im Juli dokumentiert. Doch der VfB stellt den großen Schritt in seiner noch jungen Karriere dar. Der Transfer war dennoch ebenfalls eine Art Spätzünder. „Noch vor einer Woche hätte ich nicht gedacht, dass es noch mit dem Wechsel zum VfB klappt“, so Förster. Sein Debüt könnte er nach der Länderspielpause bei Jahn Regensburg feiern.

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