Eintracht Frankfurt

Fleißbiene Gacinovic „belohnt sich für seinen Aufwand“

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Aus Rom berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Mijat Gacinovic hat die Partie zwischen Lazio Rom und Eintracht Frankfurt (1:2) mit einem Traumtor und einer schönen Vorlage entschieden. Es wirkte wie eine Befreiung für den Serben, der zuletzt ins zweite Glied gerutscht ist. Die Europa League – sie scheint dem Offensivmann zu liegen.

Die Bilanz von Mijat Gacinovic in der diesjährigen Europa-League-Saison liest sich herausragend: In sechs Partien glückten dem 23-Jährigen zwei Treffer und vier Vorlagen. Gegen Lazio Rom schüttelte er einige schwache Szenen ab und traute sich nach 65 Minuten einen zuvor von ihm selten gesehenen Distanzschuss zu, der unhaltbar im Winkel einschlug. „Ich habe geschossen, weil ich noch sauer war, dass ich in der anderen Szene nicht abgezogen, sondern lieber abgespielt habe“, verriet Gacinovic nach Spielschluss.

Lob von Hütter und Hübner

Sportdirektor Bruno Hübner lobte den Mut der „Fleißbiene“ auf Nachfrage von fussball.news: „Er hat sich für einen Aufwand belohnt. Mijat hat endlich einmal draufgeschossen, da überlegt er sonst viel zu oft.“ Gacinovic bestätigte diese Ansicht: „Ich muss einfach häufiger schießen.“ Trainer Adi Hütter frohlockte ebenfalls: „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Mijat hat viel gearbeitet, er hat der Mannschaft gut getan und kam immer wieder gefährlich in die Tiefe.“ Es freue ihn, dass er getroffen habe: „Er arbeitet und investiert wahnsinnig viel. Was er gemacht hat, freut mich ganz besonders.“

Starke Leistungen in der Europa League

Neben eines tollen Treffers bereitete er nur sechs Minuten später den siegbringenden Treffer von Sebastien Haller mit einem Traumpass vor. Wie schon am vierten Spieltag der Gruppenphase gegen Apollon Limassol wusste Gacinovic somit als Assistgeber und Torschütze zu überzeugen. Damals gab ihm die starke Leistung auf Zypern allerdings nicht den erhofften Auftrieb.

„Büffelherde“ überholte Gacinovic

Gacinovic stand letztmals am 28. Oktober beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga in der Startelf. Eine leichte Verletzung setzte ihn anschließend außer Gefecht und so entschied sich Hütter dafür, die „Büffelherde“ Haller, Luka Jovic und Ante Rebic auf den Platz zu schicken. Für Gacinovic, dem in 13 Partien erst ein Assist gelang (er holte den Elfmeter gegen Werder Bremen zum zwischenzeitlichen 1:1 (1:2) heraus). blieb nur noch die Rolle als Zuschauer. Er musste sich seitdem mit 65 von rund 360 möglichen Spielminuten begnügen.

Erreicht er seine persönlichen Ziele?

Zu wenig für den Nationalspieler, der in dieser Saison eine andere Rolle angepeilt hat und einen großen Schritt nach vorne gehen wollte. „Wenn ich am Ende der Saison ein paar Schritte nach vorne gemacht habe, bin ich zufrieden. Das ist immer mein Ziel. Ich mag es nicht, wenn ich stagniere“, sagte Gacinovic noch im Trainingslager in Gais im Gespräch mit fussball.news. Sollte es ihm gelingen, die sehr guten Leistungen auf internationalem Parkett in Zukunft regelmäßiger auf nationaler Ebene abzurufen, käme er diesem Vorhaben aber einen deutlichen Schritt näher.

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