2. Bundesliga

Finanzchef Wettstein sicher: So lange kann der HSV wirtschaftlich durchhalten

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Die Coronakrise stellt die Fußballklubs weltweit vor existenzielle Probleme. Weil derzeit keine TV- und Ticketeinnahmen fließen, zudem keiner weiß, wann wieder gespielt wird, müssen sich die Vereine auf das Schlimmste vorbereiten.

Beim Hamburger SV erklärte Finanzvorstand Frank Wettstein auf einer Pressekonferenz, wie die Rothosen die Coronakrise finanziell überstehen können. „Derzeit haben wir weder Spiel-, noch Trainingsbetrieb. Wir haben keine TV- oder Ticketing-Einnahmen, die Fanshops sind geschlossen. Da ist der Zeitraum, das auszuhalten, sicher endlich. Aber selbst in diesem Szenario wird es über den 30. Juni hinaus reichen“, ist sich Wettstein sicher.

Eigenkapital bei 45 Millionen Euro

Danach wird es allerdings für alle Klubs richtig eng. Beim HSV setzen sie deshalb auf einen Notfallplan. Und der könnte dazu führen, dass weitere Anteile an der HSV Fußball AG verkauft werden müssen. Aber von welchem Faktor hängt das ab? Wettstein dazu: „Wenn das Eigenkapital, das wir noch in den Büchern stehen haben (45 Millionen Euro, die Red.), auf der Strecke bleiben sollte. Ob es dazu kommt, weiß heute keiner.“ Falls es dazu kommt, müsste der HSV vor dem Verkauf weiterer Anteile seine Mitglieder um Zustimmung fragen. Der größte Investor ist derzeit Klaus-Michael Kühne mit 20,6 Prozent der Aktien.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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