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2. Bundesliga

Fiel: „Ich bekomme keine Sonderbehandlung“

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Dynamo Dresden ist durch einen anhaltenden Negativlauf bis auf Platz 17 der Zweitliga-Tabelle abgerutscht. Vier Niederlagen am Stück, zuletzt drei gar ohne eigenes Tor, kratzen auch an der Position von Cristian Fiel. Der 39-Jährige hat zwar als früherer Profi der Sachsen einen Stein im Brett der Fans, retten wird ihn das allein aber auf Sicht nicht.

„Nur weil ich hier ein paar Spiele gemacht habe und Ralf Minge seit ein paar Jahren kenne, heißt das nicht, dass ich eine Sonderbehandlung bekomme“, so der Chefcoach gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. „Es geht darum, dass der Verein über allem steht und auch ich Spiele gewinnen muss.“ Schließlich weiß der einstige Mittelfeldspieler aus eigener Erfahrung, wie hoch die Bedeutung des Klubs für die Fans und eine ganze Region ist. „Wenn man hier mal ein Spiel miterlebt hat, dann spürt man, dass der Fußball und dieser Club eine ganz besondere Rolle spielen und den Menschen unglaublich viel bedeuten“, so Fiel.

„Keiner kann mir mehr Druck machen als ich selbst“

Tatsächlich war es bei ihm nicht bloß „mal ein Spiel“. Zwischen 2010 und 2015 stand er 117 Mal für die Gelb-Schwarzen auf dem Platz, führte das Team dabei auch häufig als Kapitän aufs Feld. Aus seinem Status bei den Anhängern von Dynamo Dresden ergibt sich für den Deutsch-Spanier nicht etwa ein Ruhekissen, sondern eine besondere Verantwortung. „Keiner leidet unter dieser Situation mehr als ich. Und keiner kann mir mehr Druck machen als ich selbst“, sagt Fiel.

„Weitermachen, wo wir in Berlin aufgehört haben“

Dass seine Mannschaft noch lebt, zeigte sie mit einem leidenschaftlichen Auftritt im DFB-Pokal bei Hertha BSC, wo sie erst im Elfmeterschießen klein beigeben musste. Allerdings steht nun mit dem Gastspiel beim VfB Stuttgart der nächste Härtetest an, zumal die Schwaben nach drei Liga-Pleiten am Stück selbst im Zugzwang sind. „Ich hoffe einfach, dass das für uns kein zusätzlicher Druck ist, sondern dass wir da weitermachen, wo wir in Berlin aufgehört haben“, so Fiel. Das rettende Ufer mit Platz 15 ist aktuell schon vier Zähler entfernt.

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