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Ferdinand: Wo England Deutschland kopiert hat

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Anders als viele Mannschaften aus dem erweiterten Kreis der Favoriten hat sich England beim WM-Auftakt gegen Tunesien schadlos gehalten. Zwar braucht es ein spätes Tor von Superstar Harry Kane, doch mit dem 2:1-Sieg bleiben die Three Lions auf Kurs. Für Ex-Nationalspieler Rio Ferdinand liegt der Schlüssel in der Renaissance der englischen Mannschaft in der Jugendarbeit.

„Wir haben die Nachwuchsarbeit von Deutschland kopiert“, so der ehemalige Weltklasse-Verteidiger im Interview mit Sport Bild. „Deutschland zeigte den Weg auf, wie man es machen muss“, sprach er die Änderungen in der Jugendarbeit des DFB um die Jahrtausendwende an. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sei England schlicht nicht gut genug gewesen, um dem WM-Titel von 1966 weitere Erfolge folgen zu lassen. Neben den Deutschen habe sich der englische Verband auch Spanien zum Vorbild genommen.

England noch kein Titelkandidat

„Die Strukturen im englischen Fußball haben sich verändert und werden jetzt besser“, so Ferdinand. „Unsere Nachwuchsmannschaften U17, U19 und U20 gewannen Welt- und Europameisterschaften.“ Die Früchte werde das A-Team allerdings wohl erst in einigen Jahren ernten, mutmaßte der 39-Jährige. Dieses Jahr sei die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate noch nicht stark genug, um Weltmeister zu werden. „Dennoch glaube ich an ein gutes Auftreten.“ Ferdinand nahm selbst an den Turnieren 1998 (kein Einsatz), 2002 und 2006 teil, erreichte bei den letztgenannten jeweils das Viertelfinale. England trifft am Sonntag auf Panama, beendet die Gruppe am kommenden Donnerstag gegen Mitfavorit Belgien.

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