Bundesliga

FCA und Leipzig hadern nach 0:0 mit dem Schiedsrichter

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Der FC Augsburg und RB Leipzig trennten sich am Samstag am 8. Spieltag der Bundesliga mit einem torlosen Unentschieden. Das Spiel war von vielen Zweikämpfen und Fouls geprägt. Und einer vierminütigen Unterbrechung wegen des Videobeweises. Anschließend waren beide Teams unglücklich über die Schiedsrichter-Leistung.

„Ich bin ein absoluter Befürworter des Videobeweises, aber das heute hat eindeutig zu lange gedauert“, so Leipzig-Coach Ralf Rangnick bei Sky. „Vier Minuten um dann ganz am Ende mit einer Abseitsposition aus dem Keller zu kommen, da muss man dann schon früher drauf kommen.“ Schiedsrichter Tobias Welz hatte nach einem vermeintlichen Foul an Timo Werner auf Strafstoß entschieden. Erst nach vierminütiger Unterbrechung war klar, dass im Vorlauf eine Abseitsstellung bei Leipzig vorgelegen hatte. Auch ein Profiteur zeigte sich mit dem Vorgang nicht einverstanden.

„Hatte das Gefühl, ich müsste mich wieder warm machen“

„Es ist fragwürdig“, so Augsburg-Keeper Andreas Luthe. „Ich hatte fast das Gefühl, ich müsste mich wieder warm machen.“ Es sei nicht in Ordnung, wenn Spieler durch lange Unterbrechungen aus dem Rhythmus gebracht werden. „Das Spiel lebt davon, dass es im Flow ist“, so der 31-Jährige. „Das war dann leider nicht mehr so.“ Beim Durcheinander zwischen Strafstoß, Abstoß und Freistoß sei er irgendwann nicht mehr mitgekommen, gab Luthe zu. Sein Trainer Manuel Baum hatte einen anderen Vorwurf an Welz.

„Er hat heute die falsche Sportart gepfiffen“

Wegen sieben Gelber Karten und insgesamt 44 Fouls sei nie der nötige Spielfluss entstanden, so der Coach des FCA. „Der Schiedsrichter hat heute die falsche Sportart gepfiffen, aber nicht Fußball.“ Beide Mannschaften seien zwar mit großer Aggressivität ins Spiel gegangen, so Baum. „Aber ich kenne definitiv Schiedsrichter in der Bundesliga, die das Spiel anders laufen lassen. Dann würden auch Tore fallen.“ Mit dem 0:0 gegen den Tabellenzweiten wird er letztlich aber wohl leben können. Zumal seine Defensive zuvor mit 13 Gegentoren in sieben Spielen selten sattelfest wirkte.

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