1. FC Union Berlin

Favre der Taktiker, Fischer der Motivator – Ex-Spieler vergleicht die Trainer vor dem Pokalduell

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Borussia Dortmund empfängt am heutigen Mittwochabend im DFB-Pokal Union Berlin. Es ist das Duell der beiden noch ungeschlagenen Teams in den Bundesligen. Zudem ist es ein Wiedersehen der Coachs. Lucien Favre und Urs Fischer arbeiteten einst beim FC Zürich zusammen. Ex-Spieler Florian Stahel vergleicht die Erfolgstrainer.

„Favre war wahnsinnig akribisch, detailversessen“, so der 33-Jährige gegenüber dem Schweizer Boulevardblatt Blick. „Er ging individuell auf alle Spieler ein und machte sie besser.“ Favre trainierte den FCZ von 2003 bis 2007, gewann zwei Meistertitel und den Schweizer Cup. Fischer habe in seinen Trainingseinheiten mehr Wert auf Spaß und Abwechslung gelegt. Der 52-Jährige war zu Favres Zürcher Zeiten Nachwuchscoach, übernahm die Profi-Mannschaft im Jahr 2010. „Er übernahm auch die Rolle als Anpeitscher und Motivator“, so Stahel. Favre habe die seinem damaligen Co-Trainer Harald Gämperle überlassen.

Fischer legt mehr Wert auf die Defensive

Auch in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung unterscheiden sich die Schweizer Trainer nach Ansicht des ehemaligen Außenverteidigers. Während der Dortmunder Chefcoach großen Wert auf Ballbesitz lege, sei Fischer als ehemaliger Defensivspieler sehr auf saubere Abwehrarbeit konzentriert. „Er legte Wert darauf, dass wir in der Viererabwehr harmonieren“, so Stahel. Der Fokus auf die Defensive ist auch bei den Köpenickern erkennbar. Mit sieben Gegentreffern stellt Union klar die beste Abwehr der 2. Bundesliga.

Favre fördert die Jugend

Allerdings hat Fischer in elf Spielen sieben Unentschieden hinnehmen müssen. Das letzte Tor der Berliner erzielte kurioserweise Torhüter Rafal Gikiewicz beim 1:1 beim 1.FC Heidenheim vor der Länderspielpause. Der BVB hat unter Favre hingegen in 13 Pflichtspielen 39 Treffer markiert. Ohne eigenen Treffer blieben die Schwarzgelben lediglich beim torlosen Remis bei Hannover 96 am 31. August. Am 60-Jährigen schätzt Stahel besonders dessen Fähigkeit, junge Spieler zu fördern. „Ich hatte Glück, dass ich als junger Fußballer auf Favre traf“, so der im Sommer zurückgetretene Zürcher.

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