Bundesliga

Falette will Wechselgedanken komplett ausblenden

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Simon Falette erlebt ein schwieriges zweites Jahr bei Eintracht Frankfurt. Die erstmalige Nominierung für Guinea – nach einem 1:1 gegen die Elfenbeinküste für den Afrika-Cup 2019 qualifiziert – war eine gelungene Abwechslung für den Franzosen, dessen Großvater aus dem westafrikanischen Staat stammt. An seiner Rolle bei den Hessen ändert der kleine Motivationsschub wohl eher nichts.

Der Wind, der im Schatten der Commerzbank-Arena über den Trainingsplatz zieht, ist eisig und scharf, die Temperaturen nähern sich der Null-Grad-Marke. Die Spieler der Frankfurter Eintracht versteckten sich unter Mützen, die warmen Jacken wurden ausgepackt, die Beine von langer statt kurzer Hose geschützt. 16 Feldspieler und vier Torhüten bereiteten sich auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg vor: Marc Stendera und Evan N’Dicka übten individuell, Allan Souza fehlte angeschlagen, Mijat Gacinovic und Luka Jovic kehren am Mittwoch, Marco Fabian am Donnerstag von der Nationalmannschaft zurück. Ebenfalls nicht dabei war Lucas Torro, eine genaue Diagnose steht weiterhin aus.

Umstellung nach Temperatursturz

Anwesend war hingegen wieder Simon Falette, der von der Nationalmannschaft Guineas zurückkehrte – und mit einem Temperaturunterschied von 33 Grad zu kämpfen hatte. „Ich muss mich jetzt wieder umstellen und aufpassen, dass man sich nicht erkältet, deshalb packe ich mich gut ein“, sagte er nach der vormittäglichen Einheit in kleiner Runde. Allerdings ist fraglich, ob ihm der fitte Zustand im Kampf um die Stammplätze helfen kann.

Falette hat Sprunggelenkprobleme auskuriert

Falette zählte zu den sieben Akteuren, die bis zum 31. August als Verkaufskandidaten galten und zwischenzeitlich gesondert trainierten. Seitdem durfte er einmal 90 Minuten in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund (1:3) und zweimal in der Europa League mitwirken. Letztmals stand der Franzose am siebten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim (2:1) im Kader, in den vergangenen Wochen fehlte er wegen „leichter Probleme am Sprunggelenk.“ Ob der 26-Jährige, der im Sommer 2017 für 2,7 Millionen Euro vom FC Metz zu den Hessen wechselte, auf der Bank oder in der ersten Elf Platz gefunden hätte, ist unklar.

Zukunft bei der Eintracht?

Er reagierte zunächst abwehrend auf die Nachfrage von fussball.news, ob er seine Zukunft über den Winter hinaus weiter bei der Eintracht sehe: „Ich werde mich weiter anbieten, um mehr Spielzeit zu bekommen. Ich lasse nicht locker, obwohl es für mich natürlich nicht leicht ist.“ Falette beonte: „Ich bin  – Stand jetzt ­– mit meiner Einsatzzeit nicht zufrieden, aber ich werde weiterarbeiten.“

Falette will „alles ausblenden“

Aktuell sei er „bei der Eintracht – und es gefällt mir hier.“ Falette wolle versuchen, sich zu empfehlen. Der Innenverteidiger verriet allerdings: „Bis dahin will ich alles ausblenden und hier alles geben. Wenn ich jetzt schon daran denken würde, wegzugehen, stelle ich für mich keine guten Arbeitsbedingungen her.“ Deshalb werde er sich „voll konzentrieren, konsequent trainieren und alles versuchen, um mit der Mannschaft unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen.“ Angesprochen auf sein Verhältnis zu Hütter wurde Fallete aber schmallippig: „Jeder hier macht seine Arbeit.“

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