Bundesliga

Exklusiv: Blum-Zukunft bei Eintracht offen

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Danny Blum ist einer von insgesamt neun entliehenen Spielern bei Eintracht Frankfurt. Obwohl der Flügelspieler beim spanischen Zweitligisten UD Las Palmas persönlich durchaus zufrieden sein kann, läuft es sportlich insgesamt nicht gut beim Klub von den Kanarischen Inseln. Ein Verbleib dort ist bei Verpassen des Wiederaufstiegs ausgeschlossen.

Die Ziele bei UD Las Palmas waren nach dem Abstieg in die LaLiga 2 klar gesteckt: Mit Manolo Jimenez, der von AEK Athen kam und inzwischen wieder dorthin zurückgekehrt ist, sollte der sofortige Wiederaufstieg angepeilt werden. Der Trainer wurde auf Platz sechs stehend entlassen und durch Paco Herrera ersetzt, mit dem der Klub gar auf Rang elf abgerutscht ist. Doch in der 22 Mannschaft fassenden Liga ist noch alles möglich: Die ersten beiden Teams steigen direkt auf, die Ränge drei bis sechs spielen in einer Relegation um den letzten verbleibenden Platz, der zum Aufstieg in die Primera Division berechtigt. Las Palmas liegt aktuell fünf Zähler hinter Real Oviedo.

Blum Stammspieler bei Las Palmas

Für das ambitionierte Unterfangen wurde unter anderem Danny Blum auf Leihbasis von Eintracht Frankfurt geholt. Der Flügelspieler konnte sich auf der Ferieninsel durchsetzen und kam im fitten Zustand üblicherweise zum Einsatz. Mit Ausnahme einer Wadenverletzung, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzte und die er – in Absprache mit dem Verein – in Frankfurt behandeln ließ, stand Blum zur Verfügung. Mit Herrera befindet sich der 28-Jährige im regelmäßigen Austausch, der erfahrene Coach sucht häufiger den Kontakt zu ihm.

Zukunft offen

Ob das reicht, um Blum über die Saison hinaus binden zu können, ist allerdings fraglich – vor allem dann, wenn das vor der Saison ausgegebene Ziel nicht erreicht wird. Sein Berater Konstantinos Kilikidis von der Agentur MK Sport Consulting sagte auf Nachfrage von fussball.news: „Danny Blums Zukunft ist in viele Richtungen offen. Er hat sich noch nicht entschieden, wohin sein Weg führt.“ Blum strebt nach Deutschland, wo seine Familie wohnen geblieben ist, zurück. Lose Anfragen gab es bereits, konkrete Gespräche mit Eintracht oder anderen Klubs wurden bislang noch nicht geführt. Der Linksfuß würde sich bei einem Topangebot auch die erste Liga in Spanien zutrauen, ein Verbleib in der LaLiga 2 ist für ihn hingegen kein Thema.

24 Pflichtspiele für die Eintracht

Ob Blum, der 2016 ablösefrei vom 1. FC Nürnberg an den Main wechselte und dort noch bis 2020 unter Vertrag steht, bei der Eintracht eine Chance erhält, ist noch nicht abschließend geklärt. Für die Hessen kam er in zwei Jahren auf 24 Pflichtspiele, Sportdirektor Bruno Hübner schob im Winter vor einem Jahr im Trainingslager in Alicante einem Abgang noch einen Riegel vor: „Danny hat so viel Potenzial, weshalb wir uns nicht damit beschäftigen, ihn abzugeben. Obwohl wir ganz viele Anfragen für ihn haben. Und selbst wenn wir es schaffen, ihn für 20 Minuten hinzubekommen und ihn zum besten Einwechselspieler der Liga zu machen, haben wir einiges erreicht. Wir glauben nach wie vor an ihn. Natürlich muss es bei ihm irgendwann mal Klick machen, er muss mehr an sich arbeiten und mehr zeigen.“

Im Eintracht-System kein Platz für Blum

Dies hat der Offensivmann in den vergangenen Monaten intensiv und individuell getan. Blum befindet sich in einem guten Fitnesszustand und will sich auf höchstmöglichem Niveau beweisen. In Frankfurt ist im derzeitigen System von Trainer Adi Hütter mit Dreierkette und zwei hochstehenden Außenverteidigern aber kein Platz für einen klassischen Flügelspieler. Da der Kontrakt nur noch ein weiteres Jahr läuft, werden sich Spieler und Verantwortliche intensiv im Sommer damit beschäftigen müssen, wie es für ihn weitergeht.

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