Bundesliga

Ex-Real-Präsident Calderon: „War riesiger Fehler, Lewandowski nicht zu verpflichten“

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Der mögliche Wechsel Robert Lewandowskis zu Real Madrid war das beherrschende Thema des Sommertransferfensters. Der Pole blieb schließlich bei Bayern München. Für den ehemaligen Präsidenten Real Madrids (2006-2009), Ramon Calderon ist das einer der Gründe für die aktuelle sportliche Krise Real Madrids.

Lewandowski wurde immer wieder als möglicher Ersatz für Cristiano Ronaldo gehandelt, als dieser mit einem Abgang in Richtung Turin in Verbindung gebracht wurde. Wäre es nach Ramon Calderon gegangen, dann wäre Lewandowski wohl in Madrid gelandet: „Es war ein riesiger Fehler, ihn nicht zu verpflichten. Lewandowski hat seine Klasse über Jahre hinweg bewiesen“, erklärte er gegenüber Spox und Goal. An einen Transfer im nächsten Sommer glaubt er nicht, es sei nun „zu spät“, um den Torjäger zu verpflichten, schließlich wolle ihn Bayern „nicht abgegeben“. Überdies glaube er auch nicht daran, dass Lewandowski noch „Interesse an einem Wechsel hat“.

Perez „besessen“ von Neymar-Transfer?

Doch die Causa Lewandowski sei nicht der einzige Fehler, den die Real-Verantwortlichen in diesem Sommer begangen hätten. Auch der Abgang Cristiano Ronaldos hätte nach Calderons Ansicht verhindert werden können: „Cristiano hatte vom ersten Tag an einen schweren Stand beim Präsidenten (Florentino Perez, Anmerk. d. Red.). Er war nicht ‘sein‘ Spieler.“ Perez‘ Liebling sei vielmehr der brasilianische Superstar Neymar gewesen: „Der Präsident war geradezu besessen von der Idee, Neymar zu verpflichten. Er wollte Paris Saint-Germain 350 Millionen Euro bezahlen und bot dem Spieler fast das Doppelte von Cristianos (Ronaldos, Anmerk. d. Red) Gehalt.“ Erst danach sei Ronaldo auf die Idee gekommen, „eine neue Herausforderung zu suchen“. Der Real-Ikone sei dadurch nämlich klar geworden, dass Real „ihn loswerden“ wolle.

„Zidane resignierte irgendwann“

Zwar erscheint ein Transfer Neymars zu Real utopisch, nach Ansicht Calderons wird das Real allerdings nicht abhalten. Schließlich sei Neymar „das große Ziel des Präsidenten und ich denke, er wird es auch wieder werden“, so der ehemalige Real-Boss, der mittlerweile als Anwalt arbeitet. Seiner Ansicht nach habe auch der Rücktritt Zinedine Zidanes mit Perez zu tun. „Zidane resignierte irgendwann. Er konnte keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Präsidenten nehmen“, erklärte Calderon. So wurden nach dem Amtsantritt des Franzosen „fünf Spieler verpflichtet, die er nicht wollte.“ Zidane habe sich beispielsweise gegen die Verpflichtung des Torhüters Kepa von Athletic Bilbao ausgesprochen sowie auch den Abgang Cristiano Ronaldos.

About Stefan Katzenbach

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