Bundesliga

Europokalträume und Jugendförderung – Das sind Herthas Zukunftsziele

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Hertha BSC spielt aktuell eine gute Saison, steht auf Platz acht und hat Anschluss an die Europapokalplätze. Innerhalb der nächsten fünf Jahre will der Klub wieder auf europäischer Bühne spielen. Gelingen soll dies allerdings ohne teure Transfers.

Hertha BSC Berlin setzt auch in der laufenden Saison auf die Jugend. So spielen u.a. Arne Maier, Jordan Torunarigha, Maximilian Mittelstädt sowie der Sohn des Trainers, Palko Dardai regelmäßig in der ersten Mannschaft. Den Weg der Jugendförderung wollen die Verantwortlichen auch in der Zukunft weitergehen. Wie die Bild berichtet, will Hertha innerhalb der nächsten fünf Jahre europäisch spielen, allerdings ohne teure Neuzugänge zu verpflichten. Vielmehr sollen die talentierten Eigengewächse Geld in die Kassen bringen, um neue junge Spieler zu verpflichten, die dann zu Stars aufgebaut werden. In der Vergangenheit ging dieser Plan auf, so wechselten beispielsweise John Anthony Brooks (für zwanzig Millionen Euro nach Wolfsburg) und Mitchel Weiser (für 12,5 Millionen nach Leverkusen) und brachten viel Geld, ohne den Kader nachhaltig zu schwächen.

Ist Arne Maier der nächste millionenschwere Abgang?

Nächster Kandidat für dieses Modell könnte Arne Maier sein. Der 19-Jährige ist das Toptalent des Klubs, steht noch bis 2022 unter Vertrag und dürfte bei seiner momentanen Entwicklung der nächste millionenschwere Abgang in der Zukunft sein. Ersetzt werden könnte er langfristig durch einen weiteren Sohn Pal Dardais. Der 16-Jährige Marton Dardai agiert in Herthas Nachwuchsteam, spielt dort als Innenverteidiger und Sechser. Laut des Bild-Berichts ist er neben dem 15-Jährigen Linksverteidiger Luca Netz, an dem jetzt schon europäische Topvereine interessiert sein sollen, eines der Versprechen für die Zukunft.

Standort für Stadion-Neubau noch unklar

Möglicherweise kommen die Nachwuchstalente dann auch in den Genuss ein neues Berliner Stadion kennenzulernen. Die Hertha plant nämlich einen Stadion-Neubau, der bis 2025 abgeschlossen sein und 55.00 Zuschauer beherbergen soll. Laut der Zeitung belaufen sich die Kosten auf 200 bis 250 Millionen Euro. Als problematisch gilt der Standort der neuen Arena, sie soll auf dem Olympiapark-Gelände entstehen, in der Nähe des alten Stadions. Dieses Vorhaben müsste allerdings vom Berliner Parlament abgesegnet werden, dies zögert noch mit der Zustimmung.

Hertha spart als Stadionbesitzerin Miete

Finanziert werden soll die neue Arena auch teilweise durch den Klub selbst, 40 Millionen Euro hat sich die Hertha als Vorbereitung darauf durch eine Anleihe bei privaten Investoren besorgt. Benutzt werden sollen diese, um sich wieder die Hoheitsrechte an den Hertha-Aktien zu sichern, 12,79 Prozent gehören noch dem Partner KKR. Bei anhaltendem sportlichen Erfolg könnten so hohe Summen in die Kassen kommen, angeblich ist die Marke Hertha BSC aktuell 350 Millionen Euro wert. Ein weiterer finanzieller Vorteil wäre der Stadion-Neubau, durch den die Hertha nach Bild-Angaben 5,25 Millionen Euro Stadionmiete pro Jahr sparen würde.

About Stefan Katzenbach

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