Europa League

Europa League: Griezmann schockt Arsenal und Wenger – Salzburg vor dem Aus

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Arsene Wengers Traum vom perfekten Abschied beim FC Arsenal droht zu platzen.

Trotz über 80-minütiger Überzahl und drückender Überlegenheit kamen die Londoner im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gegen Atletico Madrid nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die Chancen Wengers, der nach fast 22 Jahren auf der Bank der Gunners zum Saisonende zurücktritt, auf das Finale am 16. Mai in Lyon und seinen ersten Titel im Europacup sind damit deutlich gesunken.

Eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Donnerstag spielte sich indes Olympique Marseille heraus. Die Südfranzosen bezwangen im zweiten Halbfinale den österreichischen Meister Red Bull Salzburg mit 2:0 (1:0), für das Team von Trainer Marco Rose ist der erste Titel auf europäischer Bühne aufgrund der Tore von Florian Thauvin (15.) und Clinton N’Jie (63.) dagegen in weite Ferne gerückt.

Im 102. und letzten Europacup-Heimspiel Wengers auf der Bank der Londoner hatte Alexandre Lacazette die verdiente Führung erzielt (61.), doch der französische Nationalspieler Antoine Griezmann schockte Arsenal kurz vor Schluss (82.). Bereits nach zehn Minuten hatte Atleticos Sime Vrsaljko Gelb-Rot gesehen.

In London wurden die Gäste aus Madrid gleich früh doppelt geschwächt: Erst musste Atleticos Verteidiger Sime Vrsaljko schon nach zehn Minuten aufgrund wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Kurz darauf reklamierte Madrids Trainer Diego Simeone so heftig, dass er von Schiedsrichter Clement Turpin auf die Tribüne geschickt wurde (13.).

Schon zuvor hatte Arsenal mit den Weltmeistern Mesut Özil und Shkodran Mustafi in der Startelf direkt schwungvoll ins Spiel gefunden. Erst scheiterte Stürmer Lacazette am Außenpfosten (6.), nur eine Minute später parierte Atletico-Torwart Jan Oblak einen Kopfball des Franzosen glänzend.

Auch nach dem Platzverweis blieb es ein Spiel auf ein Tor, Arsenal kam zu weiteren guten Chancen durch Jack Wilshere (18.), Danny Welbeck (21.) und Nacho Monreal (31.). Erst gegen Ende der ersten Hälfte hielten die Gäste, die am Donnerstag ihr 115-jähriges Vereinsbestehen feierten, besser dagegen. Nach 37 Minuten prüfte der französische Nationalspieler Antoine Griezmann Arsenal-Türhüter David Ospina erstmals.

Doch auch nach der Pause dominierte Arsenal – vergaß aber das Toreschießen. Auch nach dem Kopfballtreffer von Lacazette erinnerte die Begegnung eher an eine Handballspiel. Madrid, Titelträger von 2010 und 2012, verteidigte am eigenen Strafraum, Griezmann traf dann nach einem Konter.

Die Zuschauer in Marseille sahen lange eine Partie ohne viele Höhepunkte. Nach einer Viertelstunde unterlief Salzburgs Torwart Alexander Walke nach einem Freistoß den Ball, Thauvin hatte dann aus kurzer Distanz keine Probleme. Gegen die tief stehenden Gastgeber tat sich Dortmund-Bezwinger Salzburg lange schwer, setzte aber immer wieder kleine Nadelstiche. Doch dann bediente Dimitri Payet N’Jie im Strafraum, der den Ball kaum drei Minuten nach seiner Einwechslung ungestört an Walke vorbeischob.

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