Bundesliga

„Es gibt zwei Phasen“: Kohfeldt erklärt seinen Umgang mit Werder-Problemen bei Standards

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Werder Bremen ist mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet. Inzwischen geht aber der Blick eindeutig eher nach hinten denn nach Europa. Die Hanseaten empfangen am Samstag als Tabellen-14. den FC Schalke 04. Florian Kohfeldt redet nicht um das Hauptproblem herum.

„Es ist sehr schwer, es ganz greifbar zu beschreiben, aber eine Sache müssen wir nicht wegreden“, so der Chefcoach gegenüber dem TV-Sender Sky. „Wenn man die Gegentore bei Standards wegrechnen würde, hätten wir neun Punkte mehr und wären fünfter.“ Zwar sei „illusorisch“, gar keine Gegentreffer bei ruhendem Ball zu schlucken. Doch seien es deutlich zu viele gewesen. „Es waren häufig auch Dosenöffner gegen uns“, so Kohfeldt. Er erinnert etwa an das 0:3 gegen RB Leipzig, bei dem die Sachsen in der 1. Halbzeit aus zwei Standards zwei Treffer erzielten.

Erst nicht, dann intensiv ansprechen

Natürlich war das Thema deshalb bei den Grün-Weißen in den letzten Wochen omnipräsent. „Es gibt zwei Phasen, wie man als Trainer damit umgeht“, erklärt der Übungsleiter. „Im ersten Teil versuchst du das Thema öffentlich nicht zu hoch zu hängen, damit es sich nicht festsetzt. Und im zweiten Teil, in dem sind wir jetzt, es ganz klar und offen anzusprechen.“ Dies habe er seit der Partie gegen Bayer Leverkusen Ende Oktober gemacht. Während der Länderspielpause habe man nun die Arbeit im Training intensiviert. Mit guten Ergebnissen, wie Kohfeldt hofft.

Fehlende Balance

„Ich bin optimistisch, dass die Lösung da auch zeitnah da ist. Mit großer Überzeugung schon am Samstag gegen Schalke“, so der Siegener. Allerdings weiß auch Kohfeldt, dass eine verbesserte Performance bei gegnerischen Standards kein Allheilmittel für die Sorgen von Werder Bremen ist. Insgesamt ist eine Unwucht im Spiel vorhanden. „Wir sind keine Mannschaft, die sich darüber definiert, dass sie jedes Spiel 4:3 gewinnt“, auch wenn das Team gerne nach vorne spielen will. „Diese Art und Weise zeichnet sich aber auch durch eine gute Balance und Absicherung im eigenen Ballbesitz aus.“ Genau an diesem Punkt muss Kohfeldt aber feststellen, dass seine Mannschaft noch erhebliche Defizite aufweist.

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