2. Bundesliga

Erzgebirge Aue will gegen Regensburg seinen Negativlauf beenden

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Erzgebirge Aue musste drei Niederlagen infolge hinnehmen und droht, den vorher so hart erarbeiteten Vorsprung auf die Abstiegsränge zu verlieren. Gegner Jahn Regensburg zeigt sich hingegen unwahrscheinlich stabil und könnte in Aue die Serie an ungeschlagenen Partien auf zehn ausbauen.

Das Ziel von Erzgebirge Aue im Freitagabend-Spiel (18.30 Uhr) gegen Jahn Regensburg wird es sein, endlich den sprichwörtlichen Bock umzustoßen. „Wir haben dreimal nicht gepunktet, das haben wir uns anders vorgestellt“, stellte Stürmer Pascal Testroet fest und erwartet gegen Regensburg ein „sehr schweres Spiel“. Am Freitag könnten die Sachsen nicht nur ihren ersten Punktgewinn seit vier spielen feiern, auch das 500. Zweitligator des Vereins steht bevor. „Wenn ich ein Tor schieße, dann steigen natürlich unsere Chancen, dass wir gewinnen. Der 500. Treffer ist sicherlich eine interessante Sache, aber die Hauptsache wird sein, dass wir das Spiel gewinnen“, so Testroet im Vorfeld.

Aue hat einen genauen Plan

Nach drei Niederlagen infolge, zuletzt einem 1:2 gegen den VfL Bochum, braucht es wieder Stabilität im Team von Trainer Daniel Meyer. „Wir wollen pressingresistent agieren, das ist unsere Idee und der Ansatzpunkt für das Spiel“, erklärte Aues Coach. „Wenn man so spielt wie Regensburg, dann gibt es entsprechende Räume, die wir finden müssen.“ Wie Regensburg spielt, hat sich der Auer Trainer ganz genau angesehen: „Sie haben viel Zug zum Tor, im Strafraum eine extreme Wucht und pressen enorm gegen den Ball. Es ist eine Mannschaft, die nie aufgibt, die viele Wege geht und immer dagegenfightet. Wir sind gewarnt.“ Die „Veilchen“ wollen gegen den Jahn dringend benötigte Punkte im heimischen Stadion behalten, denn nur noch vier Punkte trennen sie von den Abstiegsrängen.

Ein ruhiges Weihnachtsfest feiern

„Uns ist bewusst, dass wir in den vier Spielen bis zur Winterpause noch ein paar Punkte holen müssen, um ein ruhiges Weihnachtsfest zu feiern und um uns eine gute Ausgangslage für die Rückrunde zu schaffen“, so Torjäger Testroet. Personell kann Trainer Meyer nahezu aus dem Vollen schöpfen, einzig hinter Abwehrchef Steve Breitkreuz steht ein Fragezeichen. „Er hat noch mit den Nachwirkungen vom Zusammenprall aus dem Bochum-Spiel zu kämpfen. Ob er spielt, wird sich kurzfristig entscheiden“, so Meyer.

Beierlorzer lobt seine Spieler

Erzgebirge Aue will sein Straucheln stoppen, Regensburg hingegen zeigt sich äußerst stabil. Die Oberpfälzer haben keines ihrer vergangenen neun Spiele verloren, und das obwohl sie in den letzten sechs davon zunächst zurücklagen. „Mich fasziniert, wie wir seit eineinhalb Jahren gewachsen sind – die Entwicklung gefällt mir sehr gut. Die Mannschaft kämpft und rennt bis zum Schluss, um etwas Zählbares mitzunehmen“, zeigt sich Trainer Achim Beierlorzer voller Freude über die Stabilität und Mentalität seiner Mannschaft. Mit 21 Punkten belegen die Regensburger aktuell Platz acht, nur drei Zähler hinter dem Tabellendritten Union Berlin.

Regensburg will den nächsten Schritt gehen

Es hätten wohl bereits mehr Punkte für den Jahn sein können, jedoch führten die zahlreichen Rückstände dazu, dass oftmals nur ein Unentschieden erlangt werden konnte. „Es wird darauf ankommen, geduldig zu sein. Wir wollen auf keinen Fall in Rückstand geraten und hinten möglichst die Null halten“, forderte Beierlorzer dementsprechend von seiner Mannschaft, die in der Auswärtstabelle Rang vier belegt. „In solch einem Spiel vor einer lautstarken Kulisse dagegenzuhalten und zu punkten, ist der nächste Schritt, den wir gehen müssen“, so der SSV-Coach. Beierlorzer kann gegen Aue auf dieselbe Mannschaft setzen wie beim 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli im vergangenen Spieltag, es gibt keine neuen Ausfälle zu beklagen.

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