Bundesliga

Eintracht: Viele Fragezeichen bei der Besetzung der Torhüter-Position

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Der Frankfurter Eintracht droht eine große Rotation auf der Torhüterposition. Die Zukunft von Kevin Trapp ist ungeklärt, Frederik Rönnow konnte die Zweifel nicht zerstreuen und Rückkehrer Felix Wiedwald hat keine Zukunft. Wie geht es weiter zwischen den Pfosten?

Kevin Trapp hatte lange Zeit die Hoffnung, mit Eintracht Frankfurt in die Champions League einziehen zu können. Der Schlussmann betonte seine Ambitionen, aber auch die Wichtigkeit des Wohlfühlfaktors in der Mainmetropole. Doch können den 28-Jährige diese „weichen“ Argumente überzeugen? Die Installation von Berater Pini Zahavi lässt eher auf einen anderen Plan des Torhüters vermuten. Eine Rückkehr zu Paris Saint-Germain wurde zuletzt zwar als möglich angesehen, doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Trainer Thomas Tuchel eine andere Option präferiert. Sollte Trapp keinen größeren Klub finden und sich doch für einen Verbleib in Frankfurt entscheiden, dann müsste er auf einen Teil seines Gehalts verzichten und die Eintracht Bereitschaft zeigen, eine Ablöse im hohen einstelligen Millionen-Bereich zu zahlen. Eine weitere Leihe ist unter den aktuellen Verhältnissen nicht möglich, Trapps Kontrakts bei PSG läuft im Sommer 2020 aus.

Weiterhin Zweifel an Rönnow?

Doch was passiert bei einem Abgang des gebürtigen Saarländers? Sportdirektor Bruno Hübner sagte zwar im Januar  gegenüber Bild: „Sollte es so kommen, wird Frederik Rönnow nachrücken und die Nummer eins. Er hat jetzt gezeigt, nachdem er die Verletzung auskuriert hat, dass er ein wirklich guter Torwart ist. Menschlich und von der Qualität her traue ich ihm zu, in die Rolle von Kevin Trapp zu schlüpfen.“ Doch kann diese Ansage tatsächlich aufrechterhalten bleiben? Im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg (3:3) patzte der Däne bei zwei Gegentoren, vor allem sein Verhalten bei hohen Bällen und in Sachen Strafraumbeherrschung werden bemängelt. Sollte Rönnow zur neuen Saison nicht Stammtorhüter werden, dürfte er nach kicker-Informationen einen Wechsel in Erwägung ziehen. Ob der 26-Jährige die von der Eintracht bezahlten rund drei Millionen Euro einbringt, ist noch unklar.

Keine Zukunft für Wiedwald

Fix ist damit bislang nur eine Planstelle: Jan Zimmermann wird bleiben und seinen Dienst auch weiterhin als loyale Nummer drei verrichten. Felix Wiedwald, der im vergangenen Jahr an den MSV Duisburg entliehen wurde, hat bei den Hessen keine Perspektive mehr und wird möglicherweise nicht einmal mehr zurückkehren. Es droht erneut eine groß angelegte Personalrotation auf der Position der Torhüter.

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