Eintracht Frankfurt

Eintracht-Schlagwort 2018/19? Mentalität!

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Platz fünf in der Bundesliga mit 43 Zählern und nach dem Erfolg gegen Inter Mailand (0:0/1:0) im Viertelfinale der Europa League: Eintracht Frankfurt hat in der Saison 2018/19 bereits Mitte März alle Erwartungen weit übertroffen. Trainer Adi Hütter hat aus einer Mannschaft, die vor der Spielzeit als Abstiegskandidat galt, einen Champions-League-Aspiranten geformt. Das Zauberwort? Mentalität!

Kevin Trapp hat in seinen drei Jahren bei Paris Saint-Germain einige hochkarätige Duelle in der Champions League miterleben dürfen. Doch das Duell mit Eintracht Frankfurt im Guiseppe-Meazza-Stadion bei Inter Mailand war auch für den 28-Jährigen ein Highlight: „Das ist emotional etwas besonderes, wenn man mit einer Mannschaft, die so viel Willen und Mentalität hat, weiterkommt.“ Beispiele gefällig? Der oftmals für seine etwas nachlässige Laufarbeit kritisierte Luka Jovic rannte den Gegnern hinterher und agierte in den Schlussminuten phasenweise gar hinter der Mittellinie, um dem Team in der Defensive zu helfen. Oder Sebastian Rode, der von Krämpfen im ganzen Körper geplagt war, aber sich schüttelte und Bälle auf dem gesamten Feld eroberte. Und dann war da noch Makoto Hasebe, der seitlich am Kopf getroffen wurde, kurzzeitig das Bewusstsein verlor, durchhielt und bereits ankündigt: „Es gibt keine Probleme für die Partie gegen den 1. FC Nürnberg.“

„Mentalität“ als Schlüsselwort

Bevor die Eintracht am Mittwoch nach Norditalien in die Metropole reiste, hatte der Klub am Dienstag auserwählte Gäste zum Frühjahrsempfang in das Gesellschaftshaus am Frankfurter Palmengarten eingeladen. Adi Hütter war zu Gast und hob hervor, was seine Mannschaft auszeichnet: Willen, Leidenschaft – und vor allem die richtige „Mentalität“! Rund 48 Stunden später lieferte das Team einen Beleg dafür ab, wie Gemeinschaftssinn und die richtige Einstellung dafür sorgen können, dass eine internationale erprobte und individuell sicherlich noch etwas stärkeren besetzte Mannschaft beinahe hilf- und chancenlos wirkt.

Leidenschaft und Freude übertünchen schwache Chancenverwertung

Sportdirektor Bruno Hübner war ebenfalls angetan vom Auftritt der Eintracht: „Es war beeindruckend, wie wir gepresst haben, mit was für einer Freude und Leidenschaft wir das Spiel angegangen sind.“ Die Nerazzurri kamen in insgesamt 97 Minuten nicht einmal in gefährlicher Position im Strafraum zum Abschluss, immer wieder konnten die Frankfurter die Agnriffe unterbinden und ihrerseits brandgefährliche Konter setzen. Mit der nötigen Konzentration bei den Kontersituationen wäre ein höherer Sieg möglich gewesen. „Wenn wir etwas kritisieren wollen und müssen, dann ist es die Chancenverwertung“, erkannte etwa Trapp.

Rode blickt bereits nach vorne

Doch auch dieser Faktor ist ein Zeichen für die „Mentalität“ der Eintracht in dieser Spielzeit. Statt sich damit zu beschäftigen und den Kopf hängen zu lassen, gibt jeder Spieler alles und wirft sich auch – unabhängig von Position und Spielstand – in die Bälle hinein. Ein Ende? Ist noch nicht in Sicht. Rode kündigte bereits mit Blick auf die Partie gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag (15.30 Uhr) an: „Wir haben seit Rückrundenbeginn noch kein Spiel verloren und sehr gute Spiele gemacht. Gegen Nürnberg müssen wir aber auch wieder hart arbeiten für drei Punkte. Nur über unsere Mannschaftsleistung und den Kampf können wir gewinnen.“ Eben mit der richtigen Mentalität im Gepäck.

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