Bundesliga

Eintracht-Legenden empfehlen torlosem Kamada: Bloß nicht drüber nachdenken

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Daichi Kamada ist bei Eintracht Frankfurt eine der größten positiven Überraschungen der laufenden Saison. Bei wettbewerbsübergreifend sechs Assists teilt er sich den Titel des Top-Vorlagengebers aktuell mit Danny da Costa. Das Warten auf den ersten eigenen Treffer in der Bundesliga hält aber an. Zwei Legenden der Hessen empfehlen dem Japaner vor allem, geduldig zu bleiben.

„Es gibt leider kein Allzweckmittel, um den Bann zu brechen, so etwas kannst du auch nicht durch verstärktes trainieren ändern“, sagt Jürgen Grabowski gegenüber der Bild-Zeitung. „Du darfst nur eins nicht machen: Zu sehr über die Situation nachdenken, anfangen an sich zu zweifeln.“ Bislang hat Kamada nur im DFB-Pokal bei Waldhof Mannheim selbst genetzt. Der offensive Mittelfeldmann macht Grabowski aber nicht den Eindruck, dass er auf Teufel komm raus den Premierentreffer im Liga-Alltag erzwingen wolle.

„Einer, der den Ball liebt“

Tatsächlich hatte der 23-Jährige nach seinem ersten Assist in der laufenden Saison beim 2:2 gegen Borussia Dortmund gegenüber fussball.news betont: „Es ist nicht so wichtig, ob ich an Toren beteiligt bin.“ Seine Qualitäten definieren sich schließlich nicht ausschließlich in messbaren Bereichen. „Er ist einer, der den Ball liebt, der hinter den Spitzen die Fäden zieht, auch mal erfolgreich ins Dribbling geht“, lobt Grabowski. „Ich halte viel von ihm.“ Zuspruch erhält Kamada auch von Bernd Hölzenbein. „Daichi muss einfach ruhig bleiben, irgendwann geht der Ball rein, dann ist der Knoten geplatzt“, so der Rekordtorschütze der Eintracht.

16 Tore in Belgien

Der Japaner habe schließlich in Belgien seinen Riecher unter Beweis gestellt, erinnert der Weltmeister von 1974. Für seine Leihstation VV St. Truiden hatte der Nationalspieler in der vergangenen Saison in 36 Pflichtspielen 16 Tore erzielt. Deshalb gehen sie bei Eintracht Frankfurt unisono davon aus, dass Kamada auch in der Bundesliga nicht mehr lange warten muss. Bislang habe er „ein bisschen Pech gehabt, dass er den Ball nicht über die Linie gedrückt hat“, wie da Costa unlängst gegenüber fussball.news sagte.

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