Bundesliga

Eintracht-Aufsichtsratchef Steubing: „Erst ein Drittel dessen erreicht, was möglich ist“

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Die Frankfurter Eintracht hat sich innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahren von einem Wackelkandidaten in der Bundesliga zu einem Verein entwickelt, der auf allen Ebenen gewachsen ist und dauerhaft nach oben strebt. Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing sieht dennoch viel Luft nach oben.

Der ehemalige Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der die Frankfurter Eintracht finanziell sanierte, bei der Weiterentwicklung aber an Grenzen stieß, sprach immer von einer „zementierten“ Tabelle. Die Töne aus dem Hessenland waren ruhig und bedacht vorsichtig, Kampfansagen gab es von Bruchhagen nicht zu hören.

Steubing sieht noch viel Luft nach oben

Seit 2016 hat sich der Wind allerdings gedreht und Wolfgang Steubing sieht gegenüber Bild die Grenzen der Eintracht noch lange nicht erreicht: „Viel! Ich glaube, wir haben erst ein Drittel dessen erreicht, was möglich ist.“ Der Begriff „schlafender Riese“ ist häufig im Bezug auf Traditionsvereine gefallen. In Frankfurt sind inzwischen die richtigen Leute an den wichtigen Stellen aufgewacht, der Klub erlebte in der wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg das beste Jahr der bald 120-jährigen Vereinsgeschichte.

Blick richtet sich nach oben

Der Blick, so der Aufsichtsratschef, soll sich in Zukunft konstant in die Regionen richten, in denen sich der Tabellensechste aktuell aufhält: „Auf Dauer wollen wir keine Abstiegssorgen mehr haben, sondern um die internationalen Plätze spielen. Zurzeit ist Europa noch ein positiver Ausrutscher.“ Fahrten nach Rom, Marseille oder Charkiw sollen keine Ausnahme mehr bleiben, sondern die Regel werden.

In der Etat-Tabelle in den Top 10

Steubing verdeutlichte, wie sich der Klub inzwischen finanziell aufstellt: „Wir haben unser Eigenkapital auf etwa 30 Mio. Euro gesteigert. Mit unserem Etat (vergangene Saison rund 51 Millionen Euro, Anm. d. Red.) liegen wir inzwischen unter den ersten Zehn der Bundesliga – Tendenz steigend.“ Die Folge: Der Aufstieg der Eintracht wird inzwischen auch von außen mit großem Interesse verfolgt. Der Ruf des Vereins? Ein sehr guter, wie Steubing bestätigte: „Besonders bemerkenswert: Ich höre derzeit keinen, der sagt: ,Die Eintracht ist mies.‘ Das war vor gar nicht allzu langer Zeit auch anders.“

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