Bundesliga

Eilts: Kohfeldt-Ära wie unter Rehhagel oder Schaaf denkbar

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Florian Kohfeldt feiert in gut einem Monat Jubiläum. Am 31. Oktober 2017 übernahm er den Trainerposten bei Werder Bremen. Der galt einst als sicherster Sattel der Bundesliga, war zwischenzeitlich aber durchaus ein bisschen zum heißen Stuhl verkommen. Der Siegener soll dem Verein lange erhalten bleiben, geht es nach Dieter Eilts.

„Ich schätze Florian so ein, dass er Spaß an der Arbeit haben möchte und weiß, welches Umfeld er hier hat, welche Unterstützung und Kompetenzen“, so der Ex-Profi gegenüber dem kicker. Der Übungsleiter der Hanseaten werde sich bei Avancen anderer Klubs genau überlegen, ob er dort die gleichen Voraussetzungen antreffen würde, die ihn in Bremen zu einem begehrten Trainer haben reifen lassen. „Ich halte es zumindest für realistisch, dass er ähnlich lange bleibt wie Thomas Schaaf oder Otto Rehhagel“, legt Eilts die Latte hoch an. Immerhin blieben die Trainerlegenden jeweils 14 Jahre lang bei Werder Bremen.

Warum er an Europa zweifelt

An die Erfolge der großen Vorgänger will Kohfeldt in naher Zukunft anknüpfen, zunächst etwa mit einer Rückkehr in den europäischen Wettbewerb. „Wenn alles optimal gelaufen wäre, wäre es diese Saison schon möglich gewesen“, sagt Eilts. „Im Moment zweifle ich aufgrund der Personalsituation ein bisschen daran.“ Eine akute Verletztenmisere hat die Hanseaten ereilt, zeitweise fehlen dieser Tage mehr als zehn Profis. Grundsätzlich bewege sich der Klub auf einem „sehr, sehr guten“ Weg, findet Eilts. Als ehemaliger Leiter der Fußballschule trägt er einen gewissen Anteil daran.

Zukunft „kann vieles umwerfen“

Wie geradlinig Werder Bremen diesen Weg aber fortsetzen kann, ist für den Ex-Nationalspieler fragwürdig. „Was passiert in der nächsten Saison? Wer sucht die Herausforderung bei einem anderen Klub?“, stellt Eilts die Knackpunkte als rhetorische Fragen. „Das kann vieles wieder umwerfen“, weiß der 54-Jährige. Der ehemalige DFB-Nachwuchscoach hat im Sommer dem Fußball in handelnder Position endgültig den Rücken gekehrt, arbeitet nun als Erzieher. Werder begleitet er nun allerdings als Kolumnist.

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