Bundesliga

Ehrgeizig! Hungrig! Führungsfigur! So viel Ibrahimovic steckt in Trapp

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Kevin Trapp hütet das Tor der drittbesten Defensive der Bundesliga. Der Schlussmann ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass sich Eintracht Frankfurt vor dem Europa-League-Duell gegen Olympique Marseille auf dem Höhenflug befindet. Mitspieler Sebastien Haller und Trainer Adi Hütter schätzen die Qualitäten von Trapp, der sich Zlatan Ibrahimovic in einigen Bereichen zum Vorbild genommen hat.

Kylian Mbappe, Neymar, Edinson Cavani, Zlatan Ibrahimovic, David Luiz oder Thiago Silva: Kevin Trapp hat in seinen drei Jahren bei Paris Saint-Germain mit globalen Superstars im Fußballgeschäft zusammengespielt. Vor allem Ibrahimovic hat den Schlussmann in seiner Entwicklung geprägt. Es ging schon im Sommer 2015 los, nachdem Trapp seine erste Trainingseinheit absolviert hatte und ihm der Schwede beim abschließenden Torschusstraining nach jedem Treffer mit „Welcome to Paris“ begrüßte. Angenehm war es nicht – aber verdammt lehrreich.

So hat Ibrahimovic Trapp geprägt

Der gebürtige Saarländer schwärmte zuletzt in einem Interview bei Bild: „Seine Mentalität ist beeindruckend. Fehler werden nicht verziehen. Nur der Sieg zählt. Immer am Maximum. In jedem Training. Um täglich besser zu werden. Dieses Nicht-Akzeptieren zu verlieren macht es aus.“ Trapp hat sich davon inspirieren lassen und deutet dies in seiner zweiten Frankfurter Zeit (nach 2012 bis 2015) häufiger an. Trapp zeigt die Mängel bewusst in der Öffentlichkeit auch nach Erfolgen auf und versucht, der Mannschaft so am Mikrofon Impulse zu verleihen. In Augsburg etwa, nachdem er in der Schlussminute den Anschlusstreffer zum 1:3 kassierte, war er angefressen und sagte später, dass die Begegnungen noch früher hätte entschieden werden müssen und das Team weiter auf das vierte oder fünfte Tor hätte gehen sollen. Diese Gier wirkt sich auch auf die Mitspieler aus.

Haller gibt Trapp Recht

„Er hat damit nicht unrecht, was die eine oder andere Situation angeht“, erkannte Sebastien Haller in der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Olympique Marseille auf Nachfrage von fussball.news an. Der 28-Jährige sei ein Spieler, „der den Klub gut kennt und viel Erfahrung hat. Er spielt deshalb auch in der Nationalmannschaft.“ Haller könne mit ihm problemlos kommunizieren, schließlich hat sich Trapp in seiner Zeit in Paris perfekte Französischkenntnisse angeeignet: „Ich kann mit ihm sprechen. Er ist ein super Typ, sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit ihm ist sehr angenehm.“

Hütter schwärmt vom „Leadertypen“

Trainer Adi Hütter, der einen Einsatz von Trapp gegen Marseille offen ließ und ankündigte, dass Frederik Rönnow eine der beiden ausstehenden Europa-League-Partien absolvieren werde, adelte den Schlussmann: „Es ist für mich immer entscheidend, dass wir Spieler auf dem Platz haben, die etwas sagen. Kevin ist ein Leadertyp, der der Mannschaft gut tut.“

Trapp strahlt „Ehrgeiz“ und „Hunger“ aus

Er möge es nicht, „wenn er den Ball aus dem Netz rausholen muss! Mir gefällt dieser Ehrgeiz.“ Trapp zeichne genau dieser „Hunger“ aus. Bislang durfte sich der Saarländer erst über zwei zu-Null-Partien freuen, dennoch war er mit starken Paraden in den Partien gegen die TSG Hoffenheim (2:1), FC Schalke 04 (3:0) oder den FC Augsburg (3:1) ein mitentscheidender Faktor für den Erfolg. Ob er über den Sommer hinaus bei den Hessen bleibt, ist weiterhin unklar. Noch gehört er PSG, das ihn für eine Saison entliehen haben. Sowohl Spieler, als auch Klub, zeigen sich aber offen für eine vollständige Rückkehr an den Main.

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