Borussia Dortmund

Effenbergs Vergleich: Deshalb entwickeln sich Sanches und Götze in die entgegengesetzte Richtung

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Renato Sanches und Mario Götze standen in der abgelaufenen Sommerpause mit dem Rücken zur Wand. Beide fingen im Minusbereich an und mussten sich weit hoch arbeiten, um vom Trainer wahrgenommen zu werden. Während Sanches beim FC Bayern München inzwischen erste Erfolge feiern konnte, steigt Götze bei Borussia Dortmund Stück für Stück zum Tribünenstammgast ab. Stefan Effenberg wagte bei t-online einen Vergleich.

Plötzlich war er da und überzeugte: Bayern-Trainer Niko Kovac setzte in der Champions League gegen Benfica Lissabon (2:0) auf Sanches – und der schon als millionenschwerer Fehleinkauf abgestempelte Mittelfeldspieler spielte stark, traf nach einem tollen Angriff und wurde bei seinem Ex-Klub dafür vom ganzen Stadion gefeiert. Arjen Robben geriet bei ihm gar ins Schwärmen, einzig beim Torabschluss müsse er noch konzentrierter werden und seine „Power“ etwas einteilen.

Licht bei Sanches – Schatten bei Götze

Einen Tag zuvor durfte der einst als größtes deutsches Talent gehandelte Götze für den BVB gegen den FC Brügge (0:1) auflaufen. Als Christian Pulisic kurz vor Schluss den glücklichen Siegtreffer erzielt hatte, stand Götze nicht mehr auf dem Feld. Trainer Lucien Favre hatte ihn als ersten Akteur ausgewechselt, die Leistung zuvor war diskret, dem Weltmeister gelang nicht viel.

Effenberg lobt Sanches

„Wie Götze hat auch Sanches extrem auf die Ohren bekommen in den letzten zwei Jahren – allein in seinem halben Jahr in der Premier League bei Swansea, mit denen er abgestiegen ist“, verglich Effenberg deren Situationen. Er analysierte Sanches: „Zurück bei Bayern galt er gleich als Verkaufskandidat – wurde aber nicht abgegeben. Jetzt bekommt er das Vertrauen von Niko Kovac und zahlt auf einmal zurück. Endlich sieht man seine Anlagen, die den Bayern vielleicht sogar gefehlt haben. Er treibt den Ball über 50, 60 Meter, weshalb Kovac auch den Vergleich zu Lothar Matthäus angestellt hat. Der hat das genauso beherrscht.“ Inzwischen mache daher auch der Verkauf von Sebastian Rudy Sinn.

Vertrauen in Götze sinkt weiter

Bei Götze erkennt Effenberg, dass auch er Anlagen habe, „die Borussia Dortmund gebrauchen kann.“ Ihm fehle allerdings das Vertrauen. Dabei sei der 27-Jährige einer der es brauche „wie kaum ein anderer. Bei Klopp hatte er es zu hundert Prozent. Bei Bayern und auch bei Dortmund nach seiner Rückkehr nicht mehr – zumindest nicht in dem Maße. Die Erwartungen an ihn sind heute hoch – aber nicht aufgrund seines Siegtores im WM-Finale, sondern weil er unter Klopp so sensationell gespielt hat.“

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