Bayer 04 Leverkusen

Ecken für Demirbay „eine Chance, die man auch so verstehen muss“

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Das torlose Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim trieb Bayer Leverkusen am Wochenende beinahe zur Weißglut. Die Werkself spielte dominant und war einem Tor immer wieder nahe, gelingen wollte es aber nicht. Nach der Partie stürzen sich viele Kommentatoren auf das beinahe unwirkliche Eckenverhältnis von 19:0. Auch Kerem Demirbay sieht Redebedarf.

„Wir müssen arbeiten, immer weiter daran arbeiten“, zitiert die Rheinische Post den Mittelfeldmann. Der Neuzugang aus Hoffenheim ist einer der Spieler, der für Standards zuständig ist. „Über die Saison hinweg können sie sehr oft drei Punkte bringen“, weiß Demirbay. „Selbst, wenn man mal schlecht spielt. Das ist eine Chance, die man auch so verstehen muss.“ Entsprechend wolle er die Länderspielpause nutzen, um mit den in Leverkusen verbleibenden Mitspielern das Thema anzugehen. „Es kommt nicht nur auf die Abläufe und das Timing an, sondern auf viele verschiedene Kriterien“, so der 26-Jährige.

Eckbälle statistisch nicht sonderlich effizient

Es seien Absprachen nötig, um für den ausführenden Spieler und die Adressaten im Strafraum gleichsam funktionierende Varianten einzustudieren. „Wir müssen unser Bewusstsein weiter dafür schärfen, das Tor unbedingt machen zu wollen“, so Demirbay. Eckbälle sind dabei statistisch betrachtet allerdings nicht sonderlich effiziente Mittel. Etwa jede 30. Ecke führte zum Beispiel in den Jahren 2011 bis 2013 in der Premier League laut einer Erhebung des Analytikers Michael Caley für die Washington Post zu einem Treffer. Dass das Thema bei Bayer Leverkusen aufkam, liegt wohl vor allem daran, dass die Mannschaft 19 Versuche in einem Spiel ansammelte. Ungewöhnlich war nicht, davon keine zu verwerten. Sondern überhaupt so oft zu Eckbällen zu kommen.

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