1. FC Köln

Dynamo will Köln den Sessionsauftakt vermiesen

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Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt der 1.FC Köln am heutigen Samstag (13:00 Uhr) Dynamo Dresden. Es ist eine Art Verfolgerduell, zwischen dem aktuellen Tabellendritten und -siebten liegen lediglich drei Punkte. Die Sachsen möchten einen Tag vor dem 11.11., dem Sessionsauftakt in den Kölner Karneval, Spielverderber sein. Die Vorschau von fussball.news.

„Für mich ist Karneval, wenn wir dort gewinnen“, so SGD-Trainer Maik Walpurgis vor der Partie forsch. Er weiß gleichwohl um die Qualität der Hausherren. Der Bundesliga-Absteiger mag zuletzt überraschend regelmäßig Punkte liegen haben lassen, der letzte Sieg gelang gar Ende September. „Uns erwartet eine große Herausforderung“, sagte der 45-Jährige dennoch. Der Effzeh bleibt schon wegen seines herausragenden Personals in jeder Partie Favorit. Verstecken müssen sich die Dresdner jedoch keineswegs.

Offene Rechnung bei Aosman

„Wenn wir spielerische Lösungen finden und gut in der Chancenverwertung sind, traue ich uns einiges zu“, blickte Walpurgis durchaus optimistisch auf die Partie im Rheinland. Sonderlich motivieren wird er sein Team für das Spiel nicht. Reichte der Trip zum haushohen Aufstiegsfavoriten nicht für sich, kommen mit Aias Aosman und Jannis Nikolaou zwei Akteure mit Kölner Vergangenheit ins Spiel. Beide schafften es bei den Domstädtern nur in die zweite Mannschaft. „Ich will es denen beweisen, dass die damals einen Fehler gemacht haben zu sagen, dass ich mir was Neues suchen soll“, kündigte Angreifer Aosman an.

Nikolaou nach Sperre zurück

Personell kann Walpurgis nahezu aus dem Vollen schöpfen. Florian Ballas und Jannik Müller fehlen schon länger, auch Brian Hamalainen und Patrick Möschl stehen nicht zur Verfügung. Dafür kehrt Nikolaou nach einer Gelb-Rot-Sperre zurück. Die Sachsen könnten allerdings auch mit der siegreichen Elf aus dem Spiel gegen den SV Sandhausen (3:1) auflaufen. Bei Köln deuten sich hingegen Änderungen an. Unter anderem fällt Jannes Horn mit Knieverletzung wohl aus. Vincent Koziello steht hingegen wieder zur Verfügung. Nach der erschreckend schwachen Leistung beim Hamburger SV (0:1) am Montag wären für Trainer Markus Anfang aber so oder so Veränderungen angebracht.

Anfang will Fehler abstellen

Im Rückblick auf die Partie beim Mitabsteiger beklagte der gebürtige Kölner „zu viele Basisfehler“ seiner Mannschaft. „Der HSV hat uns nicht in Grund und Boden gespielt“, so Anfang. Vielmehr habe sich sein Team das Leben selbst schwer gemacht. Gegen Dynamo will der Chefcoach an die gute Leistung im DFB-Pokal gegen Schalke 04 (Aus im Elfmeterschießen) anknüpfen. Einfach wird die Aufgabe aber nicht, ist er sicher. „Dynamo steht sehr kompakt, sehr eng und sehr gut gestaffelt. Sie kreieren viele Chancen über die Balleroberung im Mittelfeld. Sie haben gute Konterspieler.“

Anfang lässt sich nicht beirren

Grundsätzlich lässt sich der Ex-Profi von den jüngsten Ergebnissen auf seinem Weg nicht beirren. Es sei vor Saisonbeginn klar gewesen, dass auch der Bundesliga-Absteiger Rückschläge zu überwinden haben würde. „Wenn es Steine gibt, die man im Weg hat, muss man sie aus dem Weg räumen. Das gehört dazu. In diesen Phasen muss man sich treu bleiben und sich gleichzeitig fragen, welche Dinge man verbessern kann.“ Auf den 44-Jährigen dürfte bei einer Niederlage gegen Dynamo einiges einprasseln. Köln droht für diesen Fall, die Länderspielpause auf Rang sechs zu verbringen. Für die hitzige Medienlandschaft in der rheinischen Metropole wäre es ein gefundenes Fressen.

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