2. Bundesliga

Dutt über seine Entlassung: „Will gar keine Worte wie Enttäuschung in den Mund nehmen“

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Der VfL Bochum hat mit zwei Punkten aus vier Partien einen schwachen Saisonstart hingelegt. Statt oben anzugreifen, befindet sich der Traditionsverein in der Kellerregion. Am Montag wurde Trainer Robin Dutt freigestellt. Der erklärte den Verlauf.

„Es hilft nichts, mit einem angezählten Trainer weiterzumachen“, wurde Robin Dutt am Samstag nach dem 3:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden überraschend deutlich. Der Trainer des VfL Bochum erklärte gegenüber Sport1: „Ich habe am Samstag in der Pressekonferenz gesagt, dass wir uns über ein paar grundlegende Punkte austauschen müssen. Auch über meine Person. Ich denke, es ist auch mal gut, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und nicht immer die anderen Personen.“

Erst Gespräche mit den Verantwortlichen…

Die Spur wurde intensiv weiterverfolgt, wie Dutt erklärte: „Dann haben wir am Samstag und Sonntag Gespräche geführt – mit allen wichtigen Personen, die es im Verein gibt. Mit Hans-Peter Villis, dem Aufsichtsrat Vorsitzenden, mit Martin Kree, mit den Geschäftsführern Kaenzig und Schindzielorz. Wir haben uns da sehr konstruktiv ausgetauscht.“ Der Coach dachte zu diesem Zeitpunkt nicht an einen Abgang: „Ich habe ihnen aufgezeigt, wie aus meiner Sicht eine weitere positive Zusammenarbeit möglich ist. Das war am Sonntag. Danach hatte ich ein gutes Gefühl.“

… dann die Entlassung

Allerdings folgte dann die Überraschung: „Den nächsten Anruf habe ich am Montagnachmittag bekommen und war freigestellt.“ Dutt bewertete den Vorgang alles in allem nüchtern: „Ich will gar keine Worte wie Enttäuschung in den Mund nehmen. Wir haben uns ausgetauscht, ich habe gesagt, wie ich es mir vorstelle,  wie es erfolgreich weitergehen kann. Ich habe dann zwar keine Antwort darauf bekommen, aber die Freistellung sagt dann ja aus, dass man unterschiedliche Vorstellungen hat. Was im Fußball nun mal so ist, das muss man akzeptieren.“

Dutt: „Habe den Stein bewusst ins Rollen gebracht“

Möglicherweise hat Dutt diese Entscheidung angestoßen und nimmt somit auch das Ende seiner Tätigkeit nach rund 18 Monaten – zumindest verbal – einigermaßen entspannt in Kauf: „Ich habe den Stein bewusst ins Rollen gebracht. Wenn man heutzutage Dinge im Fußball nicht anspricht, kommen Sie dann zur Sprache, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Ich bin nun lange genug im Geschäft und aus der Erfahrung heraus habe ich das gemacht.“

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