2. Bundesliga

Duisburg will vor Weihnachten das Ruder gegen Dresden noch herumreißen

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Mit dem MSV Duisburg und Dynamo Dresden treffen am Sonntag (13.30 Uhr) zwei Mannschaften aufeinander, welche sich die Winterpause wohl sehnlichst herbeiwünschen. Während die Duisburger drei Niederlagen infolge hinnehmen mussten, konnte Dynamo in demselben Zeitraum auch nur einen Punkt verzeichnen. Beide Teams werden gewillt sein, am 18. Spieltag noch einen versöhnlichen Jahresabschluss feiern zu können.

Die Partie zwischen dem MSV Duisburg und Dynamo Dresden könnte als Krisen-Duell bezeichnet werden, schließlich warten beide Teams seit drei Spielen auf einen Sieg. Die „Zebras“ gingen bei den drei Niederlagen mit einem Torverhältnis von 2:10 unter und Dresden tat sich gegen drei Teams aus der oberen Tabellenhälfte sichtlich schwer – der Ertrag: nur ein Punkt gegen den FC St. Pauli und zuletzt zwei Pleiten in Serie.

Duisburg will Heimbilanz für Fans aufpolieren

Die Anfangseuphorie unter Neu-Trainer Torsten Lieberknecht ist beim MSV verflogen. Nach elf Punkten aus den ersten sechs Spielen unter dem ehemaligen Braunschweiger Coach setzte es zuletzt drei Niederlagen infolge. Zudem macht die Horror-Heimbilanz der „Zebras“ große Sorgen – in acht Spielen zu Hause kassierte der MSV sieben Niederlagen und verbuchte nur einen Sieg. Vor allem für Duisburger Fans will Trainer Lieberknecht im letzten Spiel des Jahres den Heimfluch brechen. „Sie stehen für bedingungslose Unterstützung für den Klub. Das war auch ein Kriterium, mich für den MSV zu entscheiden“, erklärte der 45-Jährige.

Sprung auf Nicht-Abstiegsplätze ist möglich

Doch nicht nur für die eigenen Anhänger, auch für ein entspannteres Weihnachtsfest wären drei Punkte äußert hilfreich. Duisburg belegt aktuell Platz 16, also den Relegationsrang. Konkurrent SV Sandhausen, der punktgleich mit dem MSV auf Rang 15 liegt, hat gegen Greuther Fürth allerdings nur Unentschieden (0:0) gespielt und somit würden die „Zebras“ mit drei Punkten einen großen Sprung im Abstiegskampf machen – es würde allerdings bereits ein Punkt reichen, um einen Platz noch oben zu klettern. Dementsprechend forderte Trainer Lieberknecht von seinen Spielern: „Es gilt für Sonntag die ganz große Leidenschaft und Bereitschaft auf den Platz zu bringen.“ Neben den verletzten Dustin Bomheuer, Borys Tashchy, Sebastian Neumann und Christian Gartner werden auch Tim Albutat und Fabian Schnellhardt fehlen, die sich vergangene Woche beim 1:2 gegen den Hamburger SV Sperren eingehandelt haben. Dafür kehrt Kapitän Kevin Wolze nach abgesessener Sperre zurück ins Team. Hinter Innenverteidiger Andreas Wiegel steht noch ein Fragezeichen.

Dresden will Abstand auf Abstiegszone halten

„Es geht darum, den Abstand nach unten mindestens gleich zu halten, im Idealfall zu vergrößern“, stellte Dynamos Cheftrainer Maik Walpurgis klar. „Ich erwarte von den Jungs, dass sie für unsere Farben alles rausholen, was sie drin haben.“ Nach zuletzt einem von möglichen neun Punkten herrscht ein rauerer Ton bei Dresden. Die letzten Ergebnisse, jüngst die 0:3-Niederlage gegen den SC Paderborn, haben Dynamo wieder näher an die Ab- als die Aufstiegszone gebracht. Noch neun Punkte trennen den Tabellenelften aus Sachsen von den Abstiegsrängen.

Letzter Heimsieg im September

Es gilt also, den Anschluss an die obere Tabellenhälfte mit einem Dreier wieder herzustellen, doch weiß Dresden noch, wie das geht? Schließlich liest sich die Auswärtsbilanz von Dynamo zuletzt mehr als dürftig. Seit fünf Spielen warten die Dresdner auf einen Sieg in der Fremde, nur drei Punkte wurden aus diesen Begegnungen gesammelt. Die Kadersituation sorgt ebenfalls für wenig Mut. Zu den verletzten Niklas Kreuzer, Linus Wahlqvist, Marco Hartmann und Patrick Möschl gesellt sich der suspendierte Philip Heise. Zumindest Innenverteidiger Florian Ballas und Mittelfeldspieler Jannis Nikolaou stehen wieder zur Verfügung.

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