2. Bundesliga

Duisburg empfängt Kiel: Lieberknecht setzt auf „Meisterprüfung“ der Zebras

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Am 15. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt der MSV Duisburg am Sonntag (13:30 Uhr) Holstein Kiel. Beim Duell zwischen dem Tabellen-15. und dem neunten ist mehr Selbstvertrauen im Spiel als man meinen könnte. Heim-Coach Torsten Lieberknecht hofft gar auf ein Meisterstück seines Teams. Die Vorschau von fussball.news.

Die Zebras sind seit dem 22. Oktober ungeschlagen, die Störche gar seit dem 6. Oktober: Zumindest in der Formtabelle der letzten Wochen handelt es sich um ein Spitzenspiel. Lieberknecht erwartet auch deshalb einen schweren Test für seine Truppe, wie er in der Spieltagspressekonferenz zu Protokoll gab: „Wenn man Holstein Kiel beobachtet, weiß man, dass wir jetzt die Meisterprüfung ablegen können.“ Gelingt ihr dies, lockt ein ordentlicher Satz in der Tabelle. Nach den Ergebnissen der Freitagsspiele würde Duisburg mit einem Sieg an Erzgebirge Aue und Arminia Bielefeld vorbei auf Rang 13 springen.

Kein Gegentor im November

Erfolgsgarant war zuletzt die stabile Defensive. Im gesamten November kassierte die Lieberknecht-Elf keinen Gegentreffer. Mit insgesamt 20 hingenommenen Toren bewegen sich die Zebras in etwa auf einem Niveau mit dem 1.FC Köln (18) und dem FC St. Pauli (19). Im Umkehrschluss heißt das freilich: Im Angriff hapert es noch. „In der Regel fallen in ihren Spielen viele Tore“, hofft Angreifer Stanislav Iljutcenko auf geplatzte Knoten gegen die Norddeutschen. Tatsächlich weisen die Gäste mit 24 Toren den viertbesten Angriff der Liga auf. 22 Gegentore bedeuten aber auch die fünftschwächste Defensive.

Mehr Optionen für Lieberknecht

Personell kann Lieberknecht derweil auf neue Alternativen zurückgreifen. Verteidiger Sebastian Neumann sowie die Offensivspieler Cauly Oliveira Souza und Joe Gyau stehen dem Vernehmen nach wieder zur Verfügung. Allerdings muss Angreifer Borys Tashchy mit Leistenproblemen passen. Für ihn könnte John Verhoek in der Startelf stehen, wobei eine Doppelspitze mit Iljutcenko oder Richard Sukuta-Pasu denkbar scheint. Bei den Gästen spricht wenig für Änderungen an der siegreichen Elf aus der Partie gegen den SV Sandhausen. Es fehlen weiterhin die Langzeitverletzten, darunter Steven Lewerenz und Aaron Seydel.

MSV „schwer zu verteidigen“

Trainer Tim Walter rechnet derweil mit einem schweren Spiel für sein Team. Auch ihm ist die lange Serie ohne Gegentor der Meidericher nicht entgangen. „Duisburg ist eine Mannschaft, die tief steht und viel mit langen Bällen operiert. Das ist schwer zu verteidigen“, sagte er in seiner Spieltagspressekonferenz. Dennoch stellte er klar, dass Kiel mit dem Ansinnen ins Ruhrgebiet reist, „dort drei Punkte mitzunehmen“. Das große Selbstvertrauen der letzten Wochen hilft dabei.

Klare Verhältnisse im Vorjahr

Trotz der starken Serie mit neun Punkten aus vier Spielen und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Bundesligist SC Freiburg sieht der 43-Jährige noch Steigerungspotenzial. In der Trainingswoche sei es vor allem um das Verwerten von Konterchancen gegangen, so Walter. Die Störche könnten zusätzliches Selbstvertrauen aus der Vorsaison ziehen. Da gelangen ein 3:1-Auswärtssieg beim MSV, daheim fertigten sie die Ruhrpottler gar mit 5:0 ab. Allerdings könnte Lieberknecht auf Rache sinnen: Er stieg mit Eintracht Braunschweig nach einem 2:6 gegen Kiel in die 3. Liga ab.

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