2. Bundesliga

Duell der Gegensätze in Ingolstadt: HSV-Coach Wolf warnt sein Team

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Am Samstag (13:00 Uhr) kommt es am 15. Spieltag der 2. Bundesliga zum Duell der krassen Gegensätze: Schlusslicht FC Ingolstadt empfängt den Tabellenführer Hamburger SV. Die Gäste hoffen auf Schwung durch die Verpflichtung von Trainer Jens Keller, während HSV-Trainer Hannes Wolf vor Leichtsinn warnt. Die Vorschau von fussball.news.

Keller wird dabei am heutigen Samstag noch nicht auf der Bank der Schanzer sitzen. Interimstrainer Robert Pätzold soll gegen den haushohen Favoriten für die Sensation sorgen. Der 39-Jährige hat dabei nichts zu verlieren: Niemand rechnet dem FCI große Chancen aus, dem Bundesliga-Absteiger ein Bein zu stellen. Auch deshalb verspürt der eigentliche U19-Trainer „große Lust auf das Heimspiel“, wie er in der Spieltagspressekonferenz zu Protokoll gab.

Pätzold glaubt an die Chance

Gleichwohl erkennt er die Schwere der Aufgabe an. „Wir sind klarer Außenseiter und uns der Stärken des HSV bewusst“, so Pätzold. „Ich glaube aber, dass wir Waffen in der Mannschaft haben und kombiniert mit einer defensiven Stabilität dem Gegner auch weh tun können.“ Wo genau diese Stabilität herkommen soll, ist allerdings fraglich. Mit 29 Gegentreffern hat Ingolstadt die löchrigste Defensive der 2. Bundesliga. Immerhin hat die Mannschaft aber sechs der bisher acht Punkte vor heimischem Publikum geholt.

Zwei Stürmer beim FCI

Pätzold muss gegen den HSV derweil ohne den rotgesperrten Phil Neumann auskommen. Benedikt Gimber könnte ihn in der Fünferkette ersetzen, Robin Krauße käme dafür wohl im Mittelfeld zurück in die Startelf. „Wir werden mit zwei Stürmern antreten“, verriet der Interimstrainer derweil bereits vor der Partie. Beim HSV deutet sich derweil eine Änderung an: Nach seiner schwachen Leistung beim 2:2 gegen Union Berlin am Montagabend dürfte Leo Lacroix in der Innenverteidigung Platz für David Bates machen.

Kölner Niederlage gegen Duisburg als Mahnung

Gegen die Favoritenrolle können sich die Hanseaten natürlich kaum wehren. Dennoch ist Wolf darauf bedacht, die Sinne seiner Spieler zu schärfen. „Wie ist denn das Spiel zwischen Köln und Duisburg ausgegangen?“, fragte der Chefcoach in seiner Spieltagspressekonferenz rhetorisch in die Runde. Der Mit-Absteiger hatte Anfang Oktober sensationell als Tabellenführer zuhause gegen das damalige Schlusslicht verloren (1:2). „Wir wären nicht besonders schlau, wenn wir denken würden, wir machen kurz einen Ausflug und gewinnen mal eben“, gab der 37-Jährige die Richtung vor.

„Wir brauchen eine Top-Leistung“

Trotz der bedrohlichen Tabellensituation hält Wolf Ingolstadt für eine starke Mannschaft. Viele Spiele der Schanzer seien eng gewesen, was sich auch in fünf Unentschieden widerspiegele. „Wir brauchen eine Top-Leistung, um dort zu gewinnen. Das sieht nach außen nicht so aus, aber das ist so.“ Der neuerliche Trainerwechsel bei den Donaustädtern tue dabei sein Übriges. Schließlich seien die vergangenen Spiele nun in der Vorbereitung nicht mehr von großer Bedeutung. Gleichwohl muss es für den HSV als Tabellenführer ohnehin darum gehen, der Partie den eigenen Stempel aufzudrücken.

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