Bundesliga

Duda – aus Sorgenkind wird Leistungsträger?

on

Seit zwei Jahren spielt Ondrej Duda bei Hertha BSC, durchsetzen konnte er sich in dieser Zeit noch nicht. In der laufenden Vorbereitung präsentiert sich der Spielmacher allerdings in starker Form.

„Das war keine gute Saison für mich. Ich habe nicht so viel gespielt, vor allem in der Bundesliga nicht“, resümierte Ondrej Duda im April die vergangene Spielzeit in der Berliner Morgenpost. Der Slowake bestritt seine zweite Saison bei Hertha BSC, etabliert hat er sich immer noch nicht. In nur 17 Bundesliga-Partien kam er zum Einsatz, neunmal stand er in der Startelf. Dabei gelang dem Spielmacher ein einziges Tor. Vorlagen, für die er in die Hauptstadt geholt wurde, konnte er nicht beisteuern.

Duda enttäuscht auch im zweiten Jahr

In insgesamt 23 Partien stand Duda vergangene Saison auf dem Feld, vor allem in der Europa League durfte er sich beweisen. Seine Auftritte blieben jedoch überwiegend blass, sodass der 23-Jährige nur selten mehrere Spiele am Stück absolvieren durfte. Im ersten europäischen Gruppenspiel stellte Herthas Trainer Pal Dardai ihn gegen Athletic Bilbao (0:0) überraschend in die Startelf. Der Mittelfeldspieler nutzte seine Chance, spielte groß auf und schien sein Seuchenjahr hinter sich zu lassen. Der Slowake wechselte vor zwei Jahren von Legia Warschau nach Berlin, sollte Herthas Spielmacher werden, konnte aber aufgrund einer Schambeinverletzung nur 67 Minuten in der gesamten Saison spielen. „So haben sich die Fans einen Zehner bestimmt vorgestellt. Er hat eine Top-Leistung gebracht, hat auch endlich auf seine Querpässe verzichtet“, lobte Dardai in der B.Z. seinen Spieler nach dem Spiel. Danach kam jedoch nicht mehr viel von Duda, der sich nicht mehr aufdrängte und vor allem Fitnessprobleme hatte.

Preetz stellt ein Ultimatum

Duda wird in seine dritte Spielzeit bei Hertha gehen, die Eingewöhnungsphase ist für ihn eindeutig beendet. „Ondrej Duda hat große Fähigkeiten, von ihm erhoffe ich mir, dass er im nächsten Jahr endlich den Durchbruch schafft“, stellte Sportdirektor Michael Preetz im Tagesspiegel klar. Es kommt einem Ultimatum gleich, denn sollte der Slowake auch in der kommenden Saison nicht überzeugen können, kann er endgültig als Transferflop abgestempelt werden. „Wenn du nicht gut spielst, leidet das Selbstvertrauen, und wenn das Selbstvertrauen fehlt, kannst du schlecht derjenige sein, der den Unterschied macht“, erklärte der Mittelfeldspieler seine Situation im Mai.

Duda dreht auf

Die Worte seines Managers scheint sich Duda in der laufenden Vorbereitung zu Herzen genommen zu haben. „Er macht einen sehr guten Eindruck. Ich wünsche mir, dass er den Schwung mitnimmt und unserem Spiel offensive Impulse gibt. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten“, zeigte sich Preetz von den bisherigen Trainings- und Testspielleistungen seines Mittelfeld-Regisseurs beeindruckt. Auch Trainer Dardai wählte lobende Worte für Dudas körperlichen Zustand: „Wenn er es schafft, gesund zu bleiben, haben wir endlich den Ondrej, den wir uns gewünscht haben! In der Bundesliga brauchst du einen fitten Körper und viel Spielpraxis. Er ist aktuell auf einem richtig guten Weg! Hoffentlich bleibt das so“. Duda selbst drosselt seine Erwartungshaltung etwas, zeigt sich aber dennoch zufrieden: „Die Vorbereitung läuft ja noch ein bisschen, doch ich fühle mich deutlich besser als vor einem Jahr. Das Training ist immer noch hart, aber ich komme besser damit klar.“

About Marc Schwitzky

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.