1. FC Magdeburg

Dresden – Magdeburg: Ein Ostderby im Zeichen des Abstiegskampfs

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Am vergangenen Spieltag gab es für Dynamo Dresden und den 1. FC Magdeburg jeweils Nullnummern. Während die Dresdner aufgrund der Absage des Spiels gegen Greuther Fürth gar nicht auf den Platz durften, musste Magdeburg die zweite Niederlage infolge gegen einen direkten Konkurrenten hinnehmen. Am Samstag (13 Uhr) treffen beide Mannschaften im Rahmen des emotionalen Ostderbys aufeinander und wollen es nutzen, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Zwei Wochen hatte Dresdens neuer Trainer Christian Fiel überraschenderweise Zeit gehabt, seine Mannschaft auf das kommende Spiel vorzubereiten. Aufgrund der starken Sturmböen am vergangenen Wochenende musste das Spiel in Fürth abgesagt werden, sodass die Sachsen mit einem Spiel weniger als Konkurrenz dastehen. Nach der kommenden Länderspielpause wartet daher eine englische Woche auf den Tabellenvierzehnten, vorher aber wird das hitzige Derby gegen Magdeburg ausgetragen. „Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an das Spiel denke. Trotzdem: Für uns darf nicht zählen, was in der Vergangenheit passiert ist. Wir fokussieren uns auf das, was jetzt am Spieltag kommt“, ordnete Dresdens Keeper Markus Schubert die Partie ein.

Dresden wartet sehnsüchtig auf einen Sieg

Die angesprochene Vergangenheit hat für Dresden nicht erfolgreich ausgesehen. Aus den letzten sechs Spielen konnten nur zwei Punkte entführt werden, der letzte Sieg stammt vom 23. Dezember letzten Jahres. Aktuell trennen die SGD nur noch sechs Punkte vom Relegationsrang, fünf von Gegner Magdeburg. Die Zielsetzung für Samstag ist somit klar – ein Sieg muss her. „Wir wollen leidenschaftlich auftreten. Der Wille und die Mentalität werden eine große Rolle spielen.  Ich bin fest davon überzeugt, dass das morgen gut wird“, so Trainer Fiel. Ein Grund dafür könnte die Rückkehr von Dresdens Toptorjäger Moussa Kone sein, der seine Bauchmuskelprobleme überstanden hat. Auch Innenverteidiger Florian Ballas und Mittelfeldspieler Aias Aosman sind wieder Optionen für die Startelf.

Manager Franz heizt Magdeburg ein

„Es ist das emotionalste Ost-Derby, was es geben kann. Das ist Tradition pur, das ist Stimmung pur, das ist Emotion und Leidenschaft pur“, erklärte Magdeburgs Manager Maik Franz der Sport Bild die Bedeutung der Begegnung mit Dynamo Dresden. „Ich habe früher selbst mit dem FCM ein paarmal gegen Dynamo gespielt. Es ist ein Geschenk für jeden Spieler, der in dieser Partie auflaufen darf. Dessen müssen sich die Jungs bewusst sein.“ „Die Jungs“ von Magdeburg stehen unter großem Druck, nachdem sie zuletzt die beiden Partien gegen die direkten Konkurrenten aus Duisburg (0:1) und Sandhausen (0:1) verloren haben. Seit drei Spielen ist der FCM sieglos. „Die Erkenntnis aus dem Sandhausen-Spiel ist, dass wir es nicht nochmal so machen dürfen. Es lag allein an uns. Die Dinge wurden klar angesprochen. Ich gehe davon aus, dass wir Samstag ein anderes Gesicht zeigen“, erklärte Trainer Michael Oenning.

Magdeburg sieht sich in der Pflicht

In den vergangenen beiden Partien hatten die Magdeburger die realistische Möglichkeit, sich von den letzten drei Plätzen abzuheben. Nun steht der Drittligaaufsteiger allerdings weiterhin mit 22 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz, nur einen Zähler vom Relegationsrang entfernt. „Mit den letzten beiden Spielen sind wir natürlich nicht zufrieden, wir haben direkte Duelle verloren und wichtige Zähler an die Konkurrenz abgegeben“, gab Magdeburgs Verteidiger Dennis Erdmann auf tag24.de zu, der mit Hinblick auf das Derby „Gladiatorendenken“ von seinem Team fordert. Auch Trainer Oenning ist sich der besonderen Bedeutung dieser Partie bewusst: „Volle Stadien motivieren sowieso. Es ist großartig, wenn sich Mannschaften immer wieder sportlich gegenüberstehen und eine Geschichte dahintersteht.“ Mit Mittelstürmer Felix Lohkemper und Organisator Jan Kirchhoff kehren äußert wichtige Spieler zurück, auch Alexander Ignjovski scheint nach langer Verletzungspause wieder ein Option zu sein.

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