Champions League

Draxler rechnet mit Emery ab

on

2:5! In der Endabrechnung hat Real Madrid in Hin- und Rückspiel Paris Saint-Germain deutlich den Zahn gezogen. Es war ein bitterer Abend für alle Beteiligten. Julian Draxler teilte nach dem Ausscheiden im ZDF verbal aus und rechnete mit Trainer Unai Emery ab.

Ist PSG ohne 222-Millionen-Euro-Mann Neymar tatsächlich nur die Hälfte wert? Der vom Papier her mit Topstars gespickte Kader stieß gegen Real deutlich an seine Grenzen. Cristiano Ronaldo und Co. kontrollierten die Partie, auch der zwischenzeitlich von Edison Cavani erzielte Ausgleich konnte daran nichts ändern. Zuvor war das Team nach Gelb-Rot gegen Marco Verratti bereits in Unterzahl.

Kritik an Emery

Einer, der sich eine tragende Rolle gewünscht hätte, wäre Draxler gewesen. Der Nationalspieler musste 76 Minuten lang auf der Bank schmoren, seine schon früher geplante Einwechslung wurde nach dem Ausgleichstreffer zunächst zurückgenommen. „Es war unsensibel. Und ich habe es auch nicht ganz verstanden. Das 1:1 ist gefallen, aber das 1:1 hat uns mal überhaupt nichts gebracht. Deshalb habe ich gedacht, wir sollten weiter auf die Tube drücken und offensiv spielen. Ich war überrascht und auch ein bisschen sauer über die Entscheidung“, kritisierte er seinen Coach knallhart für diese Maßnahme.

Draxler sieht verdientes Ausscheiden

Es war nicht nur diese Entscheidung, die für großes Unverständnis beim 24-Jährigen sorgte. PSG agierte über die gesamte Spielzeit zu wenig mutig, das Team ließ den großen Ankündigungen im Vorfeld keine Taten folgen. Spätestens mit dem verdienten Führungstreffer durch Ronaldo war die Begegnung entschieden. „Wir alle haben das Spiel gesehen. Wir haben den Ball ganz ordentlich hin- und hergeschoben und hatten wahrscheinlich auch mehr Ballbesitz. Aber du musst Real Madrid unter Druck setzen wenn du 3:1 hinten liegst und nicht ein bisschen den Ball hin- und herschieben und hoffen, dass ein Tor fällt“, bemängelte Draxler die Vorgehensweise und zog ein bitteres Fazit: „Deswegen finde ich, dass wir von Anfang an den Gegner unter Druck setzen hätten müssen. Das haben wir nicht getan und deshalb sind wir auch verdient ausgeschieden.“

Al-Khelaifi schützt seinen Trainer

Für den Franzosen ist es der nächste Rückschlag hin zu einem Spitzenverein in Europa. Im vergangenen Jahr erlebten sie gegen den FC Barcelona nach 4:0-Heimsieg noch ein 1:6-Debakel im Campo Nou, diesmal bewies Real in 180 Minuten – trotz zwischenzeitlicher Probleme – seine ganze Klasse. Präsident Nasser Al-Khelaifi wollte sich noch nicht zur Zukunft Emerys äußern und schützte ihn zunächst: „Wir sind sehr traurig. Aber es gibt keine Kritik am Coach. Wir werden uns in der Kabine unterhalten. Wir müssen erstmal zur Ruhe kommen und dann darüber nachdenken, was wir verbessern müssen.“

About fussball.news

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.