2. Bundesliga

Drama in der 2. Liga: Düsseldorf strauchelt, Nürnberg rettet Punkt – acht Klubs bangen

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Die 2. Liga steuert auf ein Herzschlagfinale zu, der Kampf um den Auf- und gegen den Abstieg verspricht großes Drama.

An der Spitze scheint Fortuna Düsseldorf auf der Zielgeraden die Luft auszugehen: Das Team von Trainer Friedhelm Funkel kassierte beim Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim ein verdientes 1:3 (0:1) und verlor damit erstmals in dieser Spielzeit dreimal in Folge.

Dahinter rettete „Joker“ Adam Zrelak dem 1. FC Nürnberg immerhin noch einen Punkt. Mit seinem Treffer (74.) ersparte der Slowake dem Club beim 1:1 (0:0) beim FC Ingolstadt eine herbe Enttäuschung. Vier Spieltage vor dem Saisonende haben die Franken damit zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Düsseldorf und zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger Holstein Kiel. Im Tabellenkeller zittern acht Klubs vor der 3. Liga.

Aufsteiger Kiel hält hingegen Kurs auf das Oberhaus. „Wir waren extrem effektiv und haben jeden Ball ins Tor geschossen“, sagte Trainer Markus Anfang nach dem 4:0 bei Dynamo Dresden. Durch das sechste Spiel in Serie ohne Niederlage festigten die Norddeutschen Rang drei und können nun auch auf den zweiten Platz schielen. Matchwinner der Störche war erneut Liga-Topscorer Marvin Ducksch. „Ein komisches Spiel, in dem wir sehr, sehr gut verteidigt haben“, sagte Ducksch, der nach der Pause mit einem Hattrick glänzte: „Wir hatten nicht so viele Torchancen, aber die, die wir hatten, haben wir genutzt.“ Nächste Woche empfängt Kiel die Nürnberger zum Showdown um Platz zwei.

Hinter den Kielern lauern neben Jahn Regensburg auch wieder der VfL Bochum (3:2 gegen Kaiserslautern) und Arminia Bielefeld (2:0 gegen Aue) auf ihre Chance. „Jeder kann träumen, wie er möchte. Aber wir sind gut damit gefahren, nur von Spiel zu Spiel zu denken, so machen wir einfach weiter“, sagte Bochums Patrick Fabian: „Fakt ist: Wir wollen von den nächsten Spielen keines verlieren. Am Ende gucken wir dann, wo wir stehen.“

Darmstadt 98 muss unterdessen mehr denn je den sportlichen Totalschaden fürchten. Nach dem 1:1 (0:1) gegen Eintracht Braunschweig befinden sich die Lilien auf dem direkten Weg von der Bundesliga in die 3. Liga. Durch das Remis bleiben die Südhessen Vorletzter, der zweite Abstieg in Folge droht. Aber auch die Eintracht muss als Elfter (!) weiter bangen – mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang.

Auf diesem befindet sich nun der zuletzt so desolate FC St. Pauli. Nach dem enttäuschenden 0:1 gegen Union Berlin sind die Hamburger seit sechs Spielen ohne Sieg, dass auch Dresden, Fürth und Heidenheim 37 Punkte haben, macht kaum Hoffnung. Trainer Markus Kauczinski griff schon zu Durchhalteparolen. „Die Mannschaft hat gekämpft und Herz gezeigt“, sagte er. Auch Sportchef Uwe Stöver machte trotz der prekären Lage in Optimismus und will „nicht zurückblicken, nur nach vorne. Wir werden es gemeinsam schaffen“, sagte er, musste aber auch zugeben, dass es für die Kiezkicker „im Moment richtig dick ins Gesicht gibt“. Fast schon hoffnungslos abgeschlagen ist am Tabellenende Kaiserslautern.

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